Wein von 3

7. Januar 2020
von Alexander von Halem
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Wein von 3 Jahresrückblick 2019

Mit dem Jahr 2019 geht auch ein Jahrzehnt zu ende. Ein Jahrzehnt, das für unser Weingut ganz wichtig war, weil es uns davor gar nicht gab! Ende 2011 taten Heiko, Christian und ich uns zusammen und gründeten Anfang 2012 unser Weingut mit damals 1,3 ha Rebfläche. Jetzt, zu Beginn des neunten Jahres unseres Bestehens, bewirtschaften wir rund 4 ha Rebfläche.

It was a good year, but a tough year

Das Jahr 2019 hat mit einer fast Verdoppelung unserer Rebfläche von 2018 auf 2019 zunächst sehr arbeitsintensiv begonnen. Das ist ein Sprung, den man als Winzer schon merkt, bei all den Rebstöcken, die gepflegt werden möchten (Rebschnitt, anbinden, ausbrechen, Laubarbeiten etc. etc.). Doch wir haben es geschafft und die Ernte im September und Oktober heim gefahren. Leider war es zwar eine qualitativ sehr gute, mengenmäßig aber geringe Ernte. Mit diesem Phänomen sahen sich viele Winzer 2019 konfrontiert wegen der Trockenheit. Bei früh reifenden Rebsorten sind die Trauben am Rebstock regelrecht verbrannt. Wegen der Trockenheit mussten wir die Jungfelder (die beiden in den letzen zwei Jahren gepflanzten Weinberge) bewässern. Eine Tropfbewässerungsanlage hatten wir bei der Errichtung der Drahtanlage bereits eingebaut. 2019 kam eine mobile Pumpe hinzu, um einen höheren Wasserdruck auf die Leitungen im Weinberg zu bekommen.

Investitionen in den Ausbaukeller

Auch in den Ausbau der Weine im Keller haben wir im vergangenen Jahr kräftig investiert. Neben sechs neuen Barriquefässern (225 l Eichenfässer) aus Frankreich kam ein Stückfass (1.300 Liter Fassungsvermögen) zur Rotweinbereitung hinzu. Für diese kauften wir einen Rotweinmaischegärtank mit 2.850 Liter Fassungsvermögen, den wir im Herbst 2019 erstmals für die Domina einsetzen konnten. Wir kauften eine neue Pumpe und einen Schichtenfilter. Dem Flaschenlager spendierten wir eine Klimaanlage, um in den heißen Sommern gleichbleibende Temperaturen gewährleisten zu können.

Um größere Lieferungen ausfahren zu können und unsere Präsenz auf Messen kostengünstiger zu gestalten (Miet-Transporter sind auf Dauer schon ganz schön teuer) haben wir einen Kastenwagen geleased und im September erstmals in Betrieb genommen.

Wein von 3 auf Achse

Weinmessen besuchten wir mit unserem Messestand in diesem Jahr in Berlin, München, Nürnberg und Düsseldorf . Wie auch im Vorjahr waren wir auf dem Lollapalooza Festival in Berlin mit einem Ausschank. Hinzu kamen Besuche mit Weinproben bei unseren Weinhändlerinnen. Und, ja, es sind überwiegend von Frauen betriebene Weinfachhandlungen. Dann natürlich noch die eigenen Veranstaltungen wie die Märkte im Schloss und das Picknick am Fronleichnamsfeiertag im Schlossgarten. Bei den Kunstvereinen Würzburg und Schweinfurt waren wir mit Wein bei Vernissagen dabei. In der Galerie von Rosa Brunner waren wir auch wieder, in Bamberg.

Das Produktsortiment haben wir 2019 etwas erweitert. Die „geheime“ Riesling Auslese lieblich, die wir am 20. November 2018 gelesen hatten, gaben wir im Laufe des Jahres 2019 ohne große Bekanntmachung (es ist nicht viel davon da…) in den Verkauf. Im Sommer kamen ein Bitterorangenlikör und im Winter erstmals ein Haselnusslikör hinzu.

Ausblick

Das Weinjahr 2020 hat für uns bereits begonnen, da wir schon mitten im Rebschnitt stecken. Da fällt mir eine Beobachtung, die ich neulich beim Ausschank in Bamberg machte und die ich öfter bei Weinproben mache, ein: Viele Leute denken wirklich, dass man als Winzer nur im Herbst zu tun hat. Man ginge dann in den Weinberg zur Lese und der Wein mache sich danach im Keller von ganz alleine. Dass Wein aber ein Genussmittel ist, das das ganze Jahr über viel Arbeit, Zuwendung und, wie es auf unserer 2019 erstmals mit zahlreichen Fotos (Danke, Simone!) bestückten Weinliste zu lesen ist, auch Ruhe, Handarbeit und Kreativität erfordert, davon könnt ihr euch durch regelmäßiges Lesen dieses Blogs überzeugen.

Und wer es nicht schon getan hat: Kommt uns spätestens 2020 mal besuchen. Probiert die Weine mal vor Ort. Werft einen Blick in unsere Weinberge über dem Maintal. Gerne zeigen wir euch auch unseren Ausbaukeller in Stammheim am Main.

Auf ein gutes Jahr 2020!

Wein von 3 Weinlese 2019 - Foto Simone Betz
Heiko – Foto: Simone Betz
Wein von 3 Weinlese 2019 - Foto Simone Betz
Christian – Foto: Simone Betz
Wein von 3 Weinlese 2019 Foto Simone Betz
Alexander – Foto: Simone Betz

20. Dezember 2019
von Heiko Niedermeyer
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Neupflanzung Domina Rotwein – Folge 5

Mittlerweile sind seit der Neupflanzung der Fechser mehr als drei Jahre vergangen und aus den Minireben ist nun eine augenscheinlich ausgewachsene Rebanlage geworden.

Das Domina Jungfeld kurz nach der Pflanzung der Pfropfreben
Das Domina Jungfeld im Sommer 2019

Somit endete die Schonfrist für die Reben in diesem Jahr 2019 sollte die Anlage zeigen, ob sie bereits in der Lage ist ordentliche Dominatrauben für unsere Rotweine zur Reife zu bringen.

Als diese Entscheidung fiel, hat von uns keiner geahnt, dass die Natur auch in diesem Sommer mit Regen sparsam umgehen würde. Insgesamt waren es über 3 Monate, in denen die Rebstöcke keinen Regen sahen. Da sich die Wurzeln der jungen Anlage immer noch sehr nahe an der Bodenoberfläche festkrallen, können sie keinen tieferliegenden Wasserspeicher anzapfen und sind in kurzen, regelmäßigen Abständen auf Wasser von oben angewiesen. Solche Niederschläge sollten am Ende dann auch mindestens 15-20 Liter Wasser pro Quadratmeter gebracht haben, damit die Reben auch wirklich etwas davon abbekamen.

Da dieser Regen ausblieb, installierten wir eine Bewässerungsanlage. Hierzu wurden am Draht einer jeden Rebzeile ein etwa fingerdicker Schlauch befestigt. In unserem Fall waren das ca. 2,5km Schlauch. In diesem Schlauch befanden sich in regelmäßigen Abständen Löcher, aus denen das Wasser später heraustropfen konnte.

Tropfbewässerung

Eine solche Tropfbewässerung bringt den Vorteil, dass die benötigte Wassermenge nun nicht mehr wie oben beschrieben 20 Liter beträgt, sondern nur noch ca. ein Fünftel. Trotzdem bleibt es ein Kraftakt eine solche Fläche zu bewässern. Sind es doch immer noch 20.000 Liter die mühsam mit Schlepper und Fass auf den Berg gefahren werden müssen. Dazu wiederholt sich dieser Vorgang alle 2 Wochen bei ausbleibenden Regenfällen. Am Ende hat sich die Anstrengung auf jeden Fall gelohnt. Wir ernteten wunderschöne, tiefblaue Dominatrauben.

15. Dezember 2019
von Alexander von Halem
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Haselnüsse, aber nicht für Aschenputtel

Liköre von Wein von 3 (Franken)
Die Wein von 3 Liköre: Hazel und Feyerabend

Oft wenn wir drei auf Einladung unterwegs sind mit Wein bei Veranstaltungen an anderen Orten haben wir selbst so viel Spaß mit den Menschen und dem Erlebtem dort, dass wir komplett vergessen zu fotografieren. So war es auch am nun fast vergangenen Wochenende. Deshalb bleiben die Eindrücke jetzt nur uns und den anderen, die dabei waren. Wir kommen, wenn es sich einrichten lässt und zeitlich passt, aber gerne auch mal zu Euch! Bei Interesse bitte einfach anfragen.

Was ich aber berichten kann: Auch unser zweiter Likör, Hazel (man kann es sich schon vorstellen: Ein Haselnusslikör) schlug schon ein wie eine Bombe. Für Weihnachten wird es wohl gerade noch reichen, aber Christian muss dringend wieder Nachschub machen.

Zu Weihnachten: Wir schrieben an anderer Stelle man möge, um auf der sicheren Seite zu sein, seine Weinbestellung bis 15.12., also heute, bei uns abgeben, damit diese noch pünktlich vor Weihnachten ankommen. Wir haben jedoch mit UPS sehr gute Erfahrungen gemacht: Die Pakete sind meist am nächsten Werktag da. Ihr dürft also gerne noch (die noch verfügbaren Weine) bestellen, ich schätze mal bis spätestens Sonntag, 22. Dezember, um diese am 24. zu bekommen. Wenn Ihr früher dran seid freuen sich aber auch die PaketzustellerInnen, die zur Zeit wirklich Großartiges leisten. Wenn Ihr Wein (oder Likör) verschenken möchtet, schicken wir die Pakete gerne auch mit einem Hinweis auf die Schenkenden an die Beschenkten.

Genießt also die schöne Weihnachtszeit mit Wein von 3 und anderen leckeren Dingen mit Freunden und Familie oder gönnt Euch einfach selbst mal etwas. Die Fastenzeit kommt schnell genug…

17. September 2019
von Alexander von Halem
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Sabrage FAIL

Ein Freund, der in der Schweiz lebt, feierte kürzlich einen runden Geburtstag. Unser gemeinsamer Freund Floh hatte die Idee zu einem Sektempfang anlässlich des Geburtstags etwas Besonderes zu machen: Eine Sabrage.

Bei einer Sabrage wird mit einem Säbel oder Degen eine Champagner- oder Sektflasche geköpft bzw. entkorkt. Da dachte ich mir: es sollte doch wohl auch mit einem Perlwein funktionieren. Sicherheitshalber suchte ich im Netz nach entsprechenden Videos und fand auch einige, in denen Proseccoflaschen mit einem Säbel geöffnet wurden. Kann also gar nichts schief gehen Dachte ich.

Ich überließ dem Geburtstagskind die Ehre die erste Flasche des Empfangs mit einem Familienerbstück, einem Säbel aus dem Jahr 1906/1907 zu öffnen. Als es ihm nach mehreren Versuchen nicht gelang, versuchte ich mein Glück. Nichts zu machen. Ich holte meinen alten Kavalleriesäbel, den ich 1996 in Louisiana (USA) beim Übertritt aus der First Squadron, 2nd Armored Cavalry Regiment, in den Regimentsstab bekommen hatte. Dieser ist wesentlich schwerer, als das kleinere, deutsche Exemplar. Doch auch mit diesem gelang es uns nicht die Perlweinflasche zu öffnen, nicht mal den Flaschenhals einfach zu köpfen. Obwohl die Flasche bei diesen Traktaten zwei mal zu Boden fiel, ging sie nicht kaputt. Am Ende musste das Schweizermesser aus der Hosentasche den Tag und den Empfang retten. Das war für den Wahlschweizer nicht ganz ohne Ironie…

Die Moral von der Geschichte: Unsere Perlweinflaschen halten ganz schön was aus. Und: Wenn man solche Spirenzchen vor hat, sollte man wohl doch eine Trockenübung oder Generalprobe machen. Es war aber auch trotz FAIL eine lustige Angelegenheit!

Petrini und potentielle Entkorkungswerkzeuge

16. August 2019
von Alexander von Halem
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Lust auf Feyerabend? Gönn Dir einen (Bitterorangenlikör)!

Manche haben es vielleicht schon mitbekommen, aber wir haben es – bis jetzt – noch nicht an die große Glocke gehängt: Wir haben inzwischen auch einen Likör im Angebot. Genauer: Einen Bitterlikör aus Bitterorange, Maracuja, Rosmarin und Lavendel. Den müsst Ihr unbedingt mal probieren. 

Mach es zu deinem Projekt

Christian hatte schon länger die Idee einen Likör zu machen und so diskutierten wir oft darüber, welche Geschmacksrichtung wir dabei einschlagen sollten. Weil wir bald merkten, dass es wegen der Vielzahl an Möglichkeiten bei der reinen Diskussion bleiben würde, ohne dass noch im Sommer ein Produkt auf dem Tisch steht, wählten wir diesmal die Hau-Ruck Methode für das Projekt. Heiko sagte Christian, der ja auch die Ursprungs-Idee hatte: MACH ES ZU DEINEM PROJEKT! Wir ließen ihm also komplett freie Hand, was Rezept, Produktname und Design betrifft. Dabei ist innerhalb kürzester Zeit der Feyerabend entstanden. Und wir drei stehen geeint dahinter!

Mit Passion (und Maracuja)

Das genaue Rezept für unseren Feyerabend ist natürlich streng geheim. Damit Ihr Euch aber schon ein wenig vorstellen könnt in welche Richtung es geschmacklich geht (fruchtig, bitter, süß), hat Christian das mit der Bitterorange, Maracuja, Rosmarin und Lavendel aber schon mal verraten. Und ich habe bei der Recherche zu diesem Artikel auch etwas dazu gelernt: In Deutschland werden die Begriffe Passionsfrucht und Maracuja oft synonym verwendet. Es handelt sich aber um zwei unterschiedliche, wenn auch verwandte, Früchte. Maracujasaft wird meist aus den eher unscheinbar wirkenden, gelben Maracujas gewonnen. Dabei wird auf diesen Säften oft mit Abbildungen der farblich etwas aufregenderen Passionsfrucht (auch Purpurgranadilla genannt) geworben.

Endlich Feyerabend

Wer weiß, dass unsere Grafikerin Judith Feyerabend heißt, kann sich vielleicht vorstellen, warum der Likör (gewissermaßen als Homage an sie und ihren Ideenreichtum) so heißt. Wer das Faultier auf dem Etikett entdeckt, hat vielleicht weitere Assoziationen zu diesem Namen. Egal: Einfach probieren! Feyerabend schmeckt pur, auf Eiswürfeln, oder gemischt mit unserem Bacchus Wolf jr. oder dem Perlwein Petrini. Vielleicht probiert Ihr einfach Eure eigene Lieblingsvariante (gerne hören wir von Euch dann, wie Euch der Feyerabend am besten schmeckt).

Probieren könnt Ihr bei uns an der Vino-Theke im Schloss. Am kommenden Samstag, 17. August, wird es den Feyerabend in einer mir noch nicht bekannten Rezeptur beim Weinstand auf dem Musikfestival in Sommerhausen geben. Spätestens jetzt ist also die Zeit gekommen den Stoff bekannt zu machen:

Feyerabend Bitterlikör von Wein von 3

10. Juli 2019
von Alexander von Halem
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Unser Silvaner ist einer von zwei Landkreisweinen 2019/2020

Ausgerechnet am vergangenen Donnerstagnachmittag/abend war das Zeilitzheimer Telefonnetz mal wieder partiell ausgefallen (vom Internet ganz zu schweigen). An diesem Abend sollten wir uns nämlich am Telefon bereit halten für eine etwaige Benachrichtigung als einer von zwei „Landkreisweinen“ für das Jahr 2019/2020 ausgewählt zu werden. Landkreiswein: Jedes Jahr zwei Weine, einer aus dem Muschelkalk- und einer aus dem Keupergebiet des Landkreises Schweinfurt, die von einer Jury bei einer Blindverkostung gekürt werden und dann ein Jahr lang von unserem Landrat Florian Töpper zu Empfängen ausgeschenkt und als Präsente mitgebracht werden.

Man ist bei solchen Wettbewerben ja immer nur vorsichtig optimistisch. Heiko hatte sich entsprechend keinen Babysitter organisiert. Ich war aber in der „vorgeschriebenen“ Zeit im Schloss am Telefon erreichbar, zumindest mein physischer Körper, denn das Telefonnetz war es eben nicht. Na klasse. Wenn wir nicht erreichbar sind für die Benachrichtigung dann schnell mit 30 Flaschen des Siegerweins (in unserem Fall der 2018er Silvaner trocken) nach Handthal zur Siegerehrung zu kommen, dann werden wir bestimmt auch gewinnen. 😉

So war es dann auch. Gut, daß Tanja Dannhäuser, die rechte und linke Hand unseres Landrats, sich von der Ansage wir seien momentan nicht erreichbar nicht abschrecken ließ und nach 5 versuchten Anrufen kurzerhand auf der Bestellhotline anrief, die zu der Zeit bei uns zuhause auflief. Kati konnte die positive Meldung also entgegen nehmen, mich im Schloss aufsuchend benachrichtigen und Christian und Heiko benachrichtigen. Christian hatte sich schon ganz auf Feierabend eingestellt, riß aber noch alles um, um mich mitsamt Wein in Zeilitzheim für die Weiterfahrt ins Steigerwaldzentrum in Handthal abzuholen. Bei Heiko war die Situation komplizierter, weil Sharina bei einer Schulveranstaltung war und er einen Teil der 3 Kinder schon zu Bett gebracht hatte. Er traf mit diesen 3 Kindern aber nur kurz nach Christian und mir in Handthal ein.

Kurzum: Wir haben gewonnen. Unser Silvaner 2018 ist einer der beiden Landkreisweine 2019/2020 (zusammen mit einem Riesling aus dem Weingut Loos in Dingolshausen). 

Wir wurden sehr nett in Handthal empfangen von der 17köpfigen Jury, die die Weine der Winzer aus dem Landkreis Schweinfurt eingereicht hatten, probierten. Alle gratulierten den 2 (bzw. 4 Gewinnern, Florian Loos und uns 3 von Wein von 3). Es gab nette Gespräche mit alten (ich meine: langjährigen) Freunden aus der Jury, die sich sichtlich freuten „blind“ eine gute Wahl getroffen zu haben. Blindproben sind auch immer die allerbesten, weil da nur der Geschmack entscheidet und es keine Bevorteilung bzw. Bevorzugung geben kann.

Bei Häppchen und dem einen oder anderen Glas Wein neigte sich der Abend dem Ende entgegen. Landrat Florian Töpper gab jedem Jurymitglied noch je eine Flasche der beiden Landkreisweine mit. Wir verabschiedeten uns dann auch, denn das Helferteam um Tanja Dannhäuser und Uta Baumann hatten ja auch noch aufzuräumen und schon einen langen Tag hinter sich. Traumhaft aber, diese Kulisse am Steigerwaldrand in Handthal, wenn sich die Abendsonne auf die Felder, Weinberge und Wald legt.

Allen Beteiligten sagen wir 3 herzlich Dankeschön! Schön, dass wir mit unserem Silvaner ein Jahr Botschafter des Weinlandkreises Schweinfurt sein können. Schön, dass ein Silvaner und ein Riesling gewonnen haben. Denn: Franken kann Silvaner. Das ist klar. Aber: Franken kann auch Riesling! 

Am Tag der offenen Tür des Landratsamts Schweinfurt wird die entsprechende Urkunde überreicht werden. Zusammen dürfen wir, zusammen mit Familie Loos, an diesem Tag, Samstag, 20. Juli 2019 von 10-16 Uhr, im Innenhof des Landratsamts den Landkreiswein und weitere Weine ausschenken. Dieser Ausschank findet im Innenhof des Landratsamts statt. Zudem gibt es zahlreiche Vorträge und Führungen sowie ein Unterhaltungsprogramm. Details findet Ihr unter www.landkreis-schweinfurt.de/tagderoffenentuer

9. Juni 2019
von Alexander von Halem
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Sommer, Sonne, Wein, Picknick und Poesie

Sommer Picknick Weingut Wein von 3 Zeilitzheim
Picknick (hier im Weinberg, bald wieder bei uns im Schlossgarten)

Sommer! Offiziell ist der Sommeranfang am 21. Juni. Da das Wetter aber mit spielt ist für mich jetzt schon Sommer. Im Weinberg sowieso. Die Reben haben kräftig ausgetrieben und die Rebblüte steht bevor. Im Weinberg sind wir entsprechend fleissig und heften die Triebe zu ihrer Stabilität in die Drahtanlage.

Weinbergswanderung

Heute, Pfingstsonntag, ist in Zeilitzheim Weinbergswanderung des Weinbauvereins. Die Wanderstrecke ist landschaftlich sehr vielseitig: Im Dorf Zeilitzheim kann man die vom Historischen Arbeitskreis mit Informationstafeln ausgestatteten historischen Gebäude bewundern, am Gänsewasen im Schatten der Kastanien ein Glas Wein trinken, am Waldrand und entlang der Seen zu den Weinbergen und der Weinbergshütte hinauf laufen, wo es auch einen Bewirtungsstand gibt.

Picknick im Schlossgarten

Am kommenden Mittwochabend, 19. Juni ab 20.30 Uhr, findet bei uns im Schlossgarten die „Nacht der Poesie“ mit den Schweinfurter Künstlern Christina Hadulla und Peter Hub statt. Wir schenken dazu Getränke ab Theke aus. Einige Sitzgelegenheiten sind vorhanden. Man kann sich aber gerne auch Picknickdecke und Picknickkorb mitbringen. Wer davon noch nicht genug hat oder erst am nächsten Tag Zeit hat: Am Fronleichnamstag, Donnerstag, 20. Juni, findet ab 11 Uhr unser Picknick im Schlossgarten statt. Gleiches Prinzip: Essbares und Geschirr/Besteck etc. bringt Ihr Euch bitte selber mit, Getränke und Kaffee/Kuchen gibt es von uns ab Theke. Ihr habt also die Wahl: Nachts unter Sternen picknicken zu vorgetragener Poesie, oder am Feiertag tagsüber unter der Sonne. Oder natürlich beides.

Hinweis: Wir grillen dieses mal nicht. Es ist wieder ein reines Picknick ohne BBQ.

Der Sommer kann also kommen!

10. April 2019
von Alexander von Halem
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Arbeit im Weinberg im April

Wir haben Anfang des Jahres unsere Rebflächen fast verdoppelt, indem wir zusätzliche (teilweise schon alte) Weinberge gepachtet haben (Heiko berichtete bereits darüber). Uns war klar, dass wir mit mehr Rebflächen auch mehr Arbeit im Weinberg zu bewältigen haben. Entsprechend haben wir uns ins Zeug gelegt und sind dafür so früh wie noch nie mit den Arbeiten im Weinberg, die vor dem Austrieb der Reben erforderlich sind, fertig geworden. Dazu gehört nach dem Rebschnitt die Reparatur der Drahtanlagen (Ersetzen morscher Holzstickel durch solche aus Stahl), das Spannen der Drähte, das Anbinden der Fruchtruten und das Aushängen der mittleren Doppeldrähte, die später die Triebe fest halten und vor Schäden durch Sturm und Wind schützten. Jetzt kann der Austrieb kommen! Der Rebaustrieb kündigt sich auch schon durch das wollige Stadium der Knospen an.

Bodenbearbeitung

In den Weinbergen haben wir eine insektenfreundliche Begleitbegrünung gesät. Den unter den Rebstöcken nicht gewünschten Wildwuchs setzen wir mechanische Maßnahmen entgegen, z.B. mit der Rollhacke:

Rollhacke im Weinberg - Wein von 3

Im Herbst führten wir eine Tiefenlockerung jeder zweiten Gasse in unseren Weinbergen durch, um Bodenverdichtungen entgegen zu wirken. Dabei traten viele große Steine an die Oberfläche (Muschelkalk, darunter auch schöne Versteinerungen). Damit diese z.B. beim Mulchen nicht die Maschinen beschädigen, haben wir den Großteil des gestrigen Tages mit dem Aufsammeln der Steine verbracht. Diese werden an sogenannten Lesesteinriegeln abgeladen, die wichtige Biotope für allerlei Arten sind. Da kamen einige Fuhren zusammen. Das spüren wir sicherlich noch einige Tage in den Knochen…

Steine auflesen im Weinberg - Wein von 3

Zum Glück waren wir damit fertig bevor der Regen einsetzte. Den Regen haben wir uns auch gewünscht, damit unsere Begrünung aufgeht. Bei Regen geht die Arbeit dann halt im Keller weiter: Etikettieren, kartonieren, Weinpakete packen…

Fazit: Die Arbeit im Weinberg an der frischen Luft macht immer Spaß, kann aber manchmal auch ganz schön anstrengend sein. Vor allem an steileren Hängen… Umso mehr schätzt man dann den Wein im Glas.

25. Februar 2019
von Heiko Niedermeyer
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Wo echtes Handwerk noch um Längen voraus ist

Im Weinberg arbeiten wir Drei besonders gerne. Allerdings fahren wir so fünf bis sechs Mal mit unseren 8 Weinen im Gepäck raus in die große Welt und zeigen den aktuellen Weinjahrgang auf Weinmessen einem oft sehr interessierten Publikum. Hier und da bietet sich natürlich die Gelegenheit über die Messe zu schlendern. Nicht selten finden wir dort richtig leckere Dinge, die es nicht bei uns auf dem Land und auch nicht in Supermärkten zu kaufen gibt – meist bei kleinen Handwerksbetrieben. Da wir uns sicher sind, dass nicht nur uns die gängigen Supermarktprodukte langweilen, werden wir hier im Blog unsere neuesten Entdeckungen als Geheimtipp veröffentlichen.

Pesto vom Pesto Dealer

Den Anfang macht, passend zum Frühlingsbeginn, das hausgemachte Pesto vom Pestodealer aus Berlin. Ein kleiner und feiner Laden im Stadtteil Charlottenburg in dem die Chefin, Kirsten Remstädt, selbst 11 verschiedene Pestosorten kreiert und zubereitet hat. Über den Geschmack traue ich mich hier gar nicht zu schreiben, weil es einfach der Hammer ist. Das Aroma von frischen Kräutern und die bis auf’s kleinste abgestimmte Gewürzmischung haben mich echt vom Hocker gehauen. Welche Sorte man hier bevorzugt ist letztendlich Geschmackssache – mein Favorit war auf jeden Fall das Pesto Bombay auf Bandnudeln. Dazu gab es einen kühlen Wolf jr. (Bacchus) aus unserem Weingut und die Welt war wieder ok.

Bombay Pesto vom Pestodealer - Foto Kirsten Remstädt
Bombay Pesto vom Pestodealer – Foto Kirsten Remstädt

https://pestodealer.de/

17. Januar 2019
von Alexander von Halem
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Heute: Wein von 3 in der Kunsthalle in Schweinfurt

Als Fördermitglieder des Kunstvereins Schweinfurt begleiten wir hin und wieder Ausstellungseröffnungen mit unserer Anwesenheit und unserem Wein. So auch heute, Donnerstag, 17. Januar 2019.

Um 19 Uhr wird die Ausstellung „Vertiefungen“ mit Werken des Künstlers Helmut Anton Zirkelbach im „Kunstsalong“ des Kunstvereins in der Kunsthalle (ehem. Ernst Sachs Bad) eröffnet.

Nach den einführenden Worten zur von Klaus und Gabi Rehberger kuratierten Ausstellung gibt es die Möglichkeit zum Gespräch bei einem Glas Wein.

Details: http://www.kunstverein-schweinfurt.de/news-detailseite/details/vertiefungen-ausstellung-mit-werken-von-helmut-anton-zirkelbach.html