Willkommen auf dem Weingutsblog.
Hier versuchen wir Euch mit den aktuellsten Geschehnissen im Weingut und Weinberg auf dem laufenden zu halten.
Wir freuen uns über Kommentare und Anregungen zum Blog und was Euch so interessiert.
Schreibt uns einfach.
Alexander, Heiko, Christian
Der Juni verlangt uns alles ab: Aktuell sind wir quasi täglich im Weinberg anzutreffen – außer sonn- und feiertags, wenn wir euch bei uns im Weingut begrüßen und Wein ausschenken. Aber was genau passiert eigentlich gerade zwischen den Reben?
Handarbeit für Licht und Luft: Die Laubarbeit
Nach dem Austrieb steht jetzt die intensive Laubarbeit an. Wir laufen Zeile für Zeile ab, um die jungen Triebe in die Doppeldrähte einzuheften und einzuklammern. Das Ziel: Die Triebe sollen schön gerade nach oben wachsen. Dadurch bleibt vor allem die Traubenzone gut durchlüftet. Im ökologischen Weinbau ist das eine unserer wichtigsten präventiven Maßnahmen, denn eine luftige Laubwand trocknet nach Regen schnell ab und bietet Pilzinfektionen wie Echtem und Falschem Mehltau (Peronospora) kaum eine Chance.
Gleichzeitig brechen wir konsequent Kopf- und Stammaustriebe aus. Das bündelt die Kraft des Rebstocks genau dort, wo wir sie haben wollen: in den Fruchttrieben.
Der aktuelle Stand: Zwischen Schafskälte und Rebblüte
Wie die Situation im Anbaugebiet gerade aussieht, fasst das aktuelle Öko-Weinbaufax Franken (das heute praktischerweise per E-Mail statt per Fax kommt) perfekt zusammen:
„In dieser Woche hat die Schafskälte ein kurzes Auftreten, bevor die Temperaturen ab dem Wochenende wieder über 20 °C klettern. Mit Beginn der moderateren Temperaturen seit etwa zwei Wochen verlief die Entwicklung der Reben verhalten und der Blühverlauf zieht sich länger hin als anfangs erwartet. Dadurch sieht man nicht nur von Rebsorte zu Rebsorte einen unterschiedlichen Entwicklungsstand, sondern auch innerhalb einer Anlage bzw. eines Rebstocks.
Die Entwicklung geht vom Blühbeginn in späten Sorten und Lagen bis zum Fruchtansatz bzw. zur Stecknadelkopfgröße der Beeren in frühen Lagen. Ob die Temperaturschwankungen einen Einfluss auf den Beerenansatz haben, wird sich in den Tagen nach Blühende zeigen. Auf das Gebiet bezogen befinden wir uns auf der Zielgeraden zur abgehenden Blüte und viele planen eine entsprechende Behandlung. Diese sollte noch vor den angekündigten Niederschlägen am Freitag erfolgen. In der kommenden Woche sollen die Temperaturen für kurze Zeit bis auf 30 °C ansteigen, was die Entwicklung der Reben wieder etwas anschieben dürfte.“
Ökologisches Wassermanagement im Fokus
Ein großes Thema, das uns als Bioland-Weingut besonders beschäftigt, ist die anhaltende Trockenheit. Das Weinbaufax weist zu Recht darauf hin:
„Leider hat sich die Wassersituation in den letzten Wochen nicht verbessert, daher ist wasserschonendes Arbeiten wichtig, d.h. Begrünungen, falls noch nicht geschehen, walzen oder unterfahren. Bei offenen Gassen kann durch flaches Bearbeiten die Kapillare unterbrochen werden, um die Verdunstung aus dem Boden zu verringern.“
Genau hier setzen wir an: Jede Maßnahme im Boden wird jetzt sorgsam abgewogen, um das kostbare Wasser im Boden zu halten und die Reben optimal zu versorgen.
Es bleibt also extrem spannend und arbeitsreich. Wir stecken hoch, klammern, heften – und genießen zwischendurch diesen ganz besonderen Moment im Weinjahr: Die Reben blühen!

Im Fokus: Der Merlot steht in voller Blüte.
Hallo liebe Weinfreunde,
es gibt wieder viel zu berichten aus unserem Weingut! Vielleicht hat sich der eine oder andere schon gefragt: Passt der Name „Wein von 3“, den wir uns vor 14 Jahren gegeben haben, überhaupt noch? Die ehrliche Antwort: eigentlich nur noch zu zwei Dritteln. Da Christian 2023 ausgestiegen ist, machen Heiko und ich (Alexander) nun zu zweit munter weiter. Um der Arbeit im Weinberg auch künftig optimal Herr zu werden, haben wir unsere Rebfläche von einst knapp über 5 Hektar auf knapp unter 4 Hektar angepasst.
Hier ist unser kleines Update aus dem Weinberg, dem Keller und dem Schlossleben:
Frühlings-Endspurt im Weinberg
Das warme Wetter gepaart mit den zwischenzeitlichen Regenströmen hat den Reben einen extrem frühen und üppigen Austrieb beschert. Für uns heißt das: Jede Menge Arbeit! Bei manchen Rebsorten sind wir gerade noch am „Ausbrechen“ der Triebe. Das ist eine wichtige Ertragsregulierung, bei der wir auch dafür sorgen, dass die Triebe schön gerade nach oben wachsen, sich nicht kreuz und quer verhaken und die Traubenzone später schön luftig und trocken bleibt. Bei anderen Sorten ziehen wir bereits die Doppeldrähte auf Brusthöhe nach oben und klammern sie fest, damit die jungen, zarten Triebe bei Wind und Wetter nicht abbrechen.
Neues aus dem Keller: Erste 2025er & ein Premieren-Merlot
Im Keller waren wir ebenfalls fleißig und können euch die ersten 2025er Weine präsentieren: Ab sofort stehen unser Wolf jr. (Bacchus) und die Melusine (Rosé) aus dem Jahrgang 2025 für euch im Shop bereit.
Außerdem haben wir eine echte Premiere gefeiert und unseren allerersten (2023er) Merlot abgefüllt! Bei der Abkrönung der Zeilitzheimer Weinprinzessin Ende April kam er bereits zum Einsatz. Im Online-Shop ist er aktuell noch nicht zu finden (das korrigieren wir bald!), aber ihr könnt ihn ab sofort auf allen herkömmlichen Wegen bei uns für 16,00 Euro (0,75 l Flasche) bestellen (bitte möglichst in 12er Schritten, Inhalt der 12er Pakete dabei aber komplett frei wählbar, also Wein und Likör kreuz und quer):
- Per E-Mail oder WhatsApp
- Über unsere Bestell-Hotline: (siehe Seite)
- Auf Instagram oder ganz klassisch per „Snail Mail“ (Post)
- Oder einfach auf Zuruf zur Abholung bei uns ab Schloss!
Perlwein-Update:
Unser Perlwein „Argula“ (aus Bacchustrauben) ist für dieses Mal schon ausverkauft. Dafür gibt es großartigen Nachschub: Der seit 2012 bekannte und bewährte Perlwein „Petrini“ (Müller-Thurgau & Gewürztraminer) ist frisch abgefüllt und ab sofort wieder im Shop verfügbar!
Rückblick auf Pfingsten & ein Geheimtipp für 2027
Am Pfingstsonntag standen Heiko und ich nachmittags wieder 4 Stunden mit (inzwischen Bürgermeister A.D.) Horst Herbert im Weinstand, um die Weine der Zeilitzheimer Winzer und Genossenschaftszulieferer auszuschenken. Diese Veranstaltung ist ein echter Geheimtipp, den ihr euch unbedingt für das nächste Jahr vormerken solltet (immer am Pfingstsonntag!). Man wandert durch die wunderschöne Zeilitzheimer Flur, vorbei an Feldern und Fischteichen, hoch zur Weinbergshütte und zurück zum „Gänsewasen“. Zwischendurch und an der Hütte gibt es Versorgungsstationen mit Wein und Speisen, und im Schatten der Kastanien am Gänsewasen lässt man den Abend gemütlich ausklingen.
Termine & Kultur im Schloss
- Am 19. September veranstalten Stephanie und Angela bei uns im Haus einen ganz besonderen Abend: „Häppchen und Schöppchen“. Es erwartet euch ein geselliger Abend im Schloss Zeilitzheim mit hessischen Häppchen und natürlich feinem „Wein von 3“ aus unserem Schlossweingut. Tickets und die genaue Beschreibung findet ihr unter Eventfrog.
- Das komplette, vielseitige kulturelle Angebot unseres Barockschlosses findet ihr wie gewohnt im Kulturkalender.
Kommt uns besuchen!
Wollt ihr tiefer eintauchen? Weinproben (gerne auch mit einer zünftigen Brotzeit) für Gruppen ab 10 Personen sind bei uns (fast) jederzeit möglich. Auf Wunsch verbinden wir das gerne mit einem Rundgang durch die Weinberge oder einem Besuch in unserem Ausbaukeller in Stammheim. Meldet euch einfach bei uns!
Herzliche Grüße aus Zeilitzheim
Alexander und Heiko

Wir haben am Dienstag, 6. September mit der Weinlese 2022 begonnen. Unsere 10. Weinlese. Also so etwas wie ein Jubiläum.
Das Besondere in diesem Jahr: Wir begannen die Weinlese erstmals mit einem Rotwein. Der Spätburgunder wollte heim. Mit 96° Oe und schöner Reife und Aromen sei ihm das auch gegönnt. Also „geholt“, entrappt, und die Maische in die Gärung gegeben.
Bald geht es mit den früh reifenden Weißweinrebsorten weiter (Bacchus, Müller Thurgau).

Wir 3 werden immer wieder, das ganze Jahr über, gefragt wie denn der Wein dieses Jahr wird. Meist sagen wir so etwas wie: Das sagen wir Euch, wenn der Wein im Keller ist (oder so etwas ähnliches). Ihr fragt uns noch immer und noch können wir keine zuverlässige Auskunft dazu geben. Nur soviel: Es sieht gut aus. Das trockene Jahr hatte zur Folge, dass wir keinen Pilzdruck, also Druck von Schimmelpilzen aller Art wie Oidium (Mehltau), Peronospera (falscher Mehltau), Botrytis und anderen hatten. Wenig Wasser bedeutet aber auch wenig Flüssigkeit in den Trauben. Es könnte also ein qualitativ verdammt gutes Jahr werden mit geringen Erträgen. Aber das sehen wir natürlich erst, wenn alles geerntet und möglichst auch vergoren ist. Und Ihr könnt Euch dann im Frühjahr/Sommer kommenden Jahres davon überzeugen, wenn die ersten 2022er Weine abgefüllt sind.
Die Weinlese beginnt also morgen mit der Spätburgunder (Pinot Noir) Ernte. Bilder gibt es es dann immer wieder mal auf Instagram: https://www.instagram.com/weinvon3/

Schon seit Gründung unseres Weinguts im Jahr 2012 legten wir viel Wert auf eine naturnahe Arbeitsweise in unseren Weinbergen, trauten uns aber lange nicht den Schritt hin zu einer kontrollierten biologischen Bewirtschaftung. Wir verzichteten schon immer auf den Einsatz von chemischen Unkrautvernichtern oder anderen Produkten aus der Chemiefabrik wie Insektiziden, welche gezielt gegen die kleinen Tierchen eingesetzt werden. Auch die zurzeit viel umstrittene Stickstoffdüngung haben wir stets umgehen können. Bereits damals war uns klar, dass, wenn man Flora und Fauna einen gewissen Freiraum zugesteht, sich die meisten Probleme in der Regel von selbst lösen.
Warum also nicht gleich Bio?
Wäre da nicht dieser Pilz…
Viele Hobbygärtner kennen es – den Pilzbefall bei Nutzpflanzen. Im Weinbau haben wir es hauptsächlich mit dem Peronospora- (falscher Mehltau), dem Oidium- (Mehltau) und dem Botrytispilz zu tun. In unterschiedlichen Wachstumsstadien und Wetterlagen tritt mehr der eine oder der andere Pilz auf. Die Angst, eine ganze Ernte durch einen dieser Pilze zu verlieren hemmte uns lange auf konventionelle Pflanzenschutzmittel zu verzichten.
Deshalb war das Weinjahr 2020 sehr spannend für uns und ich kann im Nachhinein sagen, dass die Angst – und ich meine das nicht leichtfertig – völlig unbegründet war. Biologisch zugelassene Mittel wie Backpulver oder Kupfer reichen völlig aus um die oben genannten Pilze von den Reben fernzuhalten. Darüber hinaus versuchen wir unsere Pflanzen seit diesem Jahr mit selbst gebrautem Komposttee fit zu halten, um die eigenen Abwehrkräfte der Pflanze zu stärken.
Der Schritt hin zum biologisch kontrollierten Anbau war somit für uns eine gute Entscheidung in die richtige Richtung und ich würde mir wünschen, den ein oder anderen Kollegen auch dazu bewegen zu können.
Die für heute geplante Nacht der Poesie und das morgige Picknick im Schlossgarten (immer an Fronleichnam)entfallen Corona-bedingt. Doch es geht langsam wieder los im Schloss. Der Hotelbetrieb hat wieder begonnen und auch der Weinverkauf hat geöffnet. Die erste kulturelle Veranstaltung nach der Zwangspause wird am 10. Juli stattfinden (siehe Veranstaltungskalender des Schlosses).
Im Weinberg macht die Natur keine Pause und hält uns auf Trab.

Kommt uns doch mal wieder besuchen! Wer noch ein wenig (mehr) Abstand halten möchte, kann auch unseren online Shop besuchen.
Mittlerweile sind seit der Neupflanzung der Fechser mehr als drei Jahre vergangen und aus den Minireben ist nun eine augenscheinlich ausgewachsene Rebanlage geworden.


Somit endete die Schonfrist für die Reben in diesem Jahr 2019 sollte die Anlage zeigen, ob sie bereits in der Lage ist ordentliche Dominatrauben für unsere Rotweine zur Reife zu bringen.
Als diese Entscheidung fiel, hat von uns keiner geahnt, dass die Natur auch in diesem Sommer mit Regen sparsam umgehen würde. Insgesamt waren es über 3 Monate, in denen die Rebstöcke keinen Regen sahen. Da sich die Wurzeln der jungen Anlage immer noch sehr nahe an der Bodenoberfläche festkrallen, können sie keinen tieferliegenden Wasserspeicher anzapfen und sind in kurzen, regelmäßigen Abständen auf Wasser von oben angewiesen. Solche Niederschläge sollten am Ende dann auch mindestens 15-20 Liter Wasser pro Quadratmeter gebracht haben, damit die Reben auch wirklich etwas davon abbekamen.
Da dieser Regen ausblieb, installierten wir eine Bewässerungsanlage. Hierzu wurden am Draht einer jeden Rebzeile ein etwa fingerdicker Schlauch befestigt. In unserem Fall waren das ca. 2,5km Schlauch. In diesem Schlauch befanden sich in regelmäßigen Abständen Löcher, aus denen das Wasser später heraustropfen konnte.

Eine solche Tropfbewässerung bringt den Vorteil, dass die benötigte Wassermenge nun nicht mehr wie oben beschrieben 20 Liter beträgt, sondern nur noch ca. ein Fünftel. Trotzdem bleibt es ein Kraftakt eine solche Fläche zu bewässern. Sind es doch immer noch 20.000 Liter die mühsam mit Schlepper und Fass auf den Berg gefahren werden müssen. Dazu wiederholt sich dieser Vorgang alle 2 Wochen bei ausbleibenden Regenfällen. Am Ende hat sich die Anstrengung auf jeden Fall gelohnt. Wir ernteten wunderschöne, tiefblaue Dominatrauben.

Wir haben Anfang des Jahres unsere Rebflächen fast verdoppelt, indem wir zusätzliche (teilweise schon alte) Weinberge gepachtet haben (Heiko berichtete bereits darüber). Uns war klar, dass wir mit mehr Rebflächen auch mehr Arbeit im Weinberg zu bewältigen haben. Entsprechend haben wir uns ins Zeug gelegt und sind dafür so früh wie noch nie mit den Arbeiten im Weinberg, die vor dem Austrieb der Reben erforderlich sind, fertig geworden. Dazu gehört nach dem Rebschnitt die Reparatur der Drahtanlagen (Ersetzen morscher Holzstickel durch solche aus Stahl), das Spannen der Drähte, das Anbinden der Fruchtruten und das Aushängen der mittleren Doppeldrähte, die später die Triebe fest halten und vor Schäden durch Sturm und Wind schützten. Jetzt kann der Austrieb kommen! Der Rebaustrieb kündigt sich auch schon durch das wollige Stadium der Knospen an.
Bodenbearbeitung
In den Weinbergen haben wir eine insektenfreundliche Begleitbegrünung gesät. Den unter den Rebstöcken nicht gewünschten Wildwuchs setzen wir mechanische Maßnahmen entgegen, z.B. mit der Rollhacke:

Im Herbst führten wir eine Tiefenlockerung jeder zweiten Gasse in unseren Weinbergen durch, um Bodenverdichtungen entgegen zu wirken. Dabei traten viele große Steine an die Oberfläche (Muschelkalk, darunter auch schöne Versteinerungen). Damit diese z.B. beim Mulchen nicht die Maschinen beschädigen, haben wir den Großteil des gestrigen Tages mit dem Aufsammeln der Steine verbracht. Diese werden an sogenannten Lesesteinriegeln abgeladen, die wichtige Biotope für allerlei Arten sind. Da kamen einige Fuhren zusammen. Das spüren wir sicherlich noch einige Tage in den Knochen…

Zum Glück waren wir damit fertig bevor der Regen einsetzte. Den Regen haben wir uns auch gewünscht, damit unsere Begrünung aufgeht. Bei Regen geht die Arbeit dann halt im Keller weiter: Etikettieren, kartonieren, Weinpakete packen…
Fazit: Die Arbeit im Weinberg an der frischen Luft macht immer Spaß, kann aber manchmal auch ganz schön anstrengend sein. Vor allem an steileren Hängen… Umso mehr schätzt man dann den Wein im Glas.

Eine Ära geht zu Ende und die Nächste beginnt
Nach fast 50 Jahren harter Weinbergsarbeit geben drei erfahrene Winzer Ihre Rebflächen in unsere Hände. Wir freuen uns ganz arg über diesen Flächenzugang und werden die schon fast 50 Jahre alten Reben hoffentlich noch lange erhalten. Neben den bereits bekannten Wein von 3 – Weinen wird es dann auch bald einen Spätburgunder in unserem Sortiment geben. Vielen Dank an Josef, Helmut und Hilmar für Euer Vertrauen.

Schon im August wurden bei uns in Franken Weintrauben geerntet. Auch wir stellten Anfang August die Weichen so, dass wir, sollte es nötig sein, Ende August mit der Weinlese beginnen könnten. Ganz so früh war es dann doch nicht, aber immerhin unsere früheste Weinlese bisher: Wir ernteten die Bacchus Trauben für unseren Wolf jr. 2018 am 4. September. Auch die anderen Rebsorten konnten dann bis 25. September nach und nach gesund, reif und in dafür überraschend guten Mengen gelesen werden.
Man könnte also meinen wir seien mit der Weinlese nun fertig. Aber: Nein. Ein Weinberg trägt noch Früchte. Es soll kein Eiswein werden, aber solange die Trauben noch so gesund sind bzw. nur von der gewünschten Edelfäule Botrytis betroffen sind, können wir ja noch warten. Den Wein, falls es uns gelingt ihn wie gewünscht, wird es nicht „über den Tresen“ geben. Es lohnt sich daher immer beim Besuch im Weingut/Schloss auch mal nach Besonderheiten zu fragen.
Für die Fans unseres „großen“ Rotweins Fuchs vB (der ja momentan ausverkauft ist) gibt es eine gute Nachricht: 2018 war ein ausgezeichnetes Jahr für diesen Rotwein. Es wird diesen also voraussichtlich 2020 wieder zu kaufen geben. Dauert halt alles ein wenig…
Die Freude ist groß. Es war ein verrücktes Weinjahr im Weinberg. Nach der Ernte sieht es im Keller gerade sehr gut aus. Über die weitere Entwicklung der Weine bzw. spätestens zu deren Abfüllung werden wir hier natürlich berichten.