Willkommen auf dem Weingutsblog.
Hier versuchen wir Euch mit den aktuellsten Geschehnissen im Weingut und Weinberg auf dem laufenden zu halten.
Wir freuen uns über Kommentare und Anregungen zum Blog und was Euch so interessiert.
Schreibt uns einfach.
Alexander, Heiko, Christian
Der Juni verlangt uns alles ab: Aktuell sind wir quasi täglich im Weinberg anzutreffen – außer sonn- und feiertags, wenn wir euch bei uns im Weingut begrüßen und Wein ausschenken. Aber was genau passiert eigentlich gerade zwischen den Reben?
Handarbeit für Licht und Luft: Die Laubarbeit
Nach dem Austrieb steht jetzt die intensive Laubarbeit an. Wir laufen Zeile für Zeile ab, um die jungen Triebe in die Doppeldrähte einzuheften und einzuklammern. Das Ziel: Die Triebe sollen schön gerade nach oben wachsen. Dadurch bleibt vor allem die Traubenzone gut durchlüftet. Im ökologischen Weinbau ist das eine unserer wichtigsten präventiven Maßnahmen, denn eine luftige Laubwand trocknet nach Regen schnell ab und bietet Pilzinfektionen wie Echtem und Falschem Mehltau (Peronospora) kaum eine Chance.
Gleichzeitig brechen wir konsequent Kopf- und Stammaustriebe aus. Das bündelt die Kraft des Rebstocks genau dort, wo wir sie haben wollen: in den Fruchttrieben.
Der aktuelle Stand: Zwischen Schafskälte und Rebblüte
Wie die Situation im Anbaugebiet gerade aussieht, fasst das aktuelle Öko-Weinbaufax Franken (das heute praktischerweise per E-Mail statt per Fax kommt) perfekt zusammen:
„In dieser Woche hat die Schafskälte ein kurzes Auftreten, bevor die Temperaturen ab dem Wochenende wieder über 20 °C klettern. Mit Beginn der moderateren Temperaturen seit etwa zwei Wochen verlief die Entwicklung der Reben verhalten und der Blühverlauf zieht sich länger hin als anfangs erwartet. Dadurch sieht man nicht nur von Rebsorte zu Rebsorte einen unterschiedlichen Entwicklungsstand, sondern auch innerhalb einer Anlage bzw. eines Rebstocks.
Die Entwicklung geht vom Blühbeginn in späten Sorten und Lagen bis zum Fruchtansatz bzw. zur Stecknadelkopfgröße der Beeren in frühen Lagen. Ob die Temperaturschwankungen einen Einfluss auf den Beerenansatz haben, wird sich in den Tagen nach Blühende zeigen. Auf das Gebiet bezogen befinden wir uns auf der Zielgeraden zur abgehenden Blüte und viele planen eine entsprechende Behandlung. Diese sollte noch vor den angekündigten Niederschlägen am Freitag erfolgen. In der kommenden Woche sollen die Temperaturen für kurze Zeit bis auf 30 °C ansteigen, was die Entwicklung der Reben wieder etwas anschieben dürfte.“
Ökologisches Wassermanagement im Fokus
Ein großes Thema, das uns als Bioland-Weingut besonders beschäftigt, ist die anhaltende Trockenheit. Das Weinbaufax weist zu Recht darauf hin:
„Leider hat sich die Wassersituation in den letzten Wochen nicht verbessert, daher ist wasserschonendes Arbeiten wichtig, d.h. Begrünungen, falls noch nicht geschehen, walzen oder unterfahren. Bei offenen Gassen kann durch flaches Bearbeiten die Kapillare unterbrochen werden, um die Verdunstung aus dem Boden zu verringern.“
Genau hier setzen wir an: Jede Maßnahme im Boden wird jetzt sorgsam abgewogen, um das kostbare Wasser im Boden zu halten und die Reben optimal zu versorgen.
Es bleibt also extrem spannend und arbeitsreich. Wir stecken hoch, klammern, heften – und genießen zwischendurch diesen ganz besonderen Moment im Weinjahr: Die Reben blühen!

Im Fokus: Der Merlot steht in voller Blüte.
In diesem Jahr steht ja gefühlt wieder alles im Zeichen des Fußballs: WM. Ein Großereignis, auf dessen Werbewelle momentan wirklich jeder Discounter reitet. Da werden Bratwürste, Deutschlandfähnchen und leider auch reichlich belanglose Weine auf dem Rücken der allgemeinen Fußballbegeisterung vermarktet.
À propos Discounter: Ich habe neulich im Supermarkt tatsächlich einen gläsernen Fußballschuh gesehen, der mit einer undefinierbaren, braunen Flüssigkeit gefüllt war (hochprozentiger Rum oder Whisky, der Farbe nach). Viel mehr Kitsch und Dekadenz geht eigentlich nicht. Aber gut – Ideen muss man haben und irgendjemand kauft es bestimmt.
Bei uns im Schlossweingut wird es garantiert keine Sonderabfüllung mit Fußball-Motiv oder Flaggen-Etikett geben. Das würde auch gar nicht zu uns passen. Dennoch dürft ihr unsere ökologischen und veganen Weine natürlich sehr gerne zu jedem Spiel genießen – egal ob WM oder nicht.
Dieses Jahr fiebere ich übrigens ganz besonders mit, denn meine absolute Lieblingsmannschaft ist mal wieder mit von der Partie: Schottland! Der ewige, sympathische Underdog des Weltfußballs. Wenn sie überhaupt mal mitspielen dürfen, muss das gefeiert werden. Und diesmal haben sie es geschafft!
Falls ihr also echten Frankenwein aus dem Schlossweingut mit internationalem Fußball-Flair verbinden möchtet, empfehle ich euch die Spiele der schottischen Nationalmannschaft in der Gruppe C. Für mich ist dieser Spielplan ein echter Spaziergang durch die eigene Biografie – ich wurde in Boston geboren, bin sechs Jahre in Glasgow, Schottland, aufgewachsen und war Mitte der 1990er Jahre als junger Offizier für über sechs Monate unter UN-Flagge auf Haiti im Einsatz.
Hier ist mein ganz persönlicher Wein-Fahrplan für die Vorrunde:
1. Samstag, 13. Juni: Schottland gegen Haiti (in Foxborough/Boston)
Haiti bedeutet für mich in der Erinnerung an meine Einsätze in Port-au-Prince und Pétion-Ville anno 1995 vor allem eines: Chaos, tiefe Leidenschaft, Wildheit, aber auch unbändige Liebe und eine landschaftliche Schönheit, die man nie vergisst. Was die haitianischen Spieler aus dieser verspielten Energie auf dem Platz machen, weiß ich noch nicht. Aber als Wein-Konterpart zu den patriotischen Schotten und den selbstbewussten Haitianern braucht es etwas Würziges, das trotzdem Leichtigkeit und viel Verspieltheit mitbringt.
- Meine Empfehlung: Unser Rosé Melusine. Ein Wein mit genau der richtigen Portion Frische und lebendiger Frucht für dieses besondere Duell.
2. Freitag, 19. Juni: Schottland gegen Marokko (in Foxborough/Boston)
Was trinkt man zu einem Spiel gegen Marokko? Marokko ist heute ein muslimisch geprägtes Land, besitzt aber – vor allem durch die französische Kolonialgeschichte – eine faszinierende Weinkultur. Rebsorten aus dem Rhône-Tal und dem Süden Frankreichs sind dort bis heute verbreitet. Die Schotten selbst würden dazu vermutlich lieber Bier oder Irn-Bru trinken, aber die werden heute mal nicht gefragt – die sollen bitteschön laufen auf dem Platz.
- Meine Empfehlung: Unser Merlot. Ein wunderbarer Brückenschlag zu den französischen Wurzeln des marokkanischen Weinbaus – samtig, dicht und charaktervoll.
3. Mittwoch, 24. Juni: Schottland gegen Brasilien (in Miami Gardens)
Wer hier der Favorit ist, müssen wir wohl nicht lange diskutieren. Aber wenn die Schotten so kämpfen, wie sie es immer tun, wird es ein absolut packendes und unterhaltsames Spiel. Weil hier die Nerven blank liegen könnten, empfehle ich gleich zwei Weine:
- Für das Spiel an sich: Unseren fruchtigen Bacchus Wolf jr. – mit seinem unkomplizierten, Trinkfluss der perfekte Begleiter für die regulären 90 Minuten.
- Für die Verlängerung oder das Elfmeter-Zittern: Unseren gehaltvollen, im Barrique gereiften Silvaner Baron. Wenn die Schotten es gegen Brasilien in die Verlängerung schaffen, muss schließlich groß aufgefahren werden – völlig egal, wie es am Ende ausgeht!
Ergänzung/Korrektur: Es gibt in den Vorrundenspielen natürlich keine Verlängerung oder Elfmeterschießen. Dann hebt Ihr euch den Baron einfach zum Feiern des Siegers auf.
Fußball? Nein danke, lieber ein gutes Buch!
Ihr habt überhaupt keine Lust auf den ganzen WM-Hype, die Werbeflut und den Trubel? Können wir voll und ganz verstehen. Schnappt euch stattdessen lieber ein richtig gutes Buch (vielleicht ein schönes, dickes Stück Weltliteratur — ich lese seit 5 Jahren Arno Schmidts Zettel’s Traum und derzeit auch das Büchlein Moby Dick) oder einen guten Film und macht es euch gemütlich.
Auch dazu lässt sich hervorragend Wein genießen. Welcher, ist im Grunde egal – aber Heiko und ich würden uns natürlich ganz besonders freuen, wenn ein Schloss-Etikett auf eurem Tisch steht.
Egal ob vor dem Fernseher oder mit einem Buch im Sessel: Habt eine wunderbare Zeit und lasst euch die Sonne ins Glas gießen!
Herzliche Grüße aus dem Schloss,
Alexander (und Heiko)

Der Weinbau steht nie still, und als ökologisch wirtschaftendes Bioland-Weingut sind wir ständig im Dialog mit der Natur. Manchmal bedeutet das auch, neue Wege zu gehen. Deshalb nehmen wir Sie heute mit auf eine Reise in unsere Weinberge nach Stammheim am Main, wo seit ein paar Jahren eine für Franken eher ungewöhnliche Rebsorte wächst: Merlot.
Wie der Merlot nach Stammheim kam (und warum ausgerechnet Mexiko im Spiel war)
In den Jahren 2021 und 2022 haben wir ein spannendes Projekt gewagt: die Umveredelung eines bestehenden Weinbergs auf Merlot. Dass sich das Ganze über zwei Jahre zog, lag schlicht an der Natur – es waren im ersten Anlauf nicht genügend vitale Edelreiser verfügbar. Aber Gut Ding will Weile haben.
Für das Handwerk der Umveredelung hatten wir absolute Koryphäen zu Gast. Durchgeführt wurde die Arbeit von Spezialisten aus Mexiko, vermittelt über die in Frankreich ansässige Firma Worldwide Vineyards (die übrigens im vergangenen Jahr 2025 ihr 40-jähriges Bestehen feierte). Die Gründer der Firma entdeckten die mexikanischen Fachleute einst im kalifornischen Napa Valley. In Mexiko ist die Umveredelung ein hoch angesehener, spezialisierter Ausbildungsberuf. Seit Jahrzehnten reisen diese Trupps im Auftrag von Worldwide Vineyards um die Welt, um alten Rebanlagen neues Leben einzuhauchen.
Der große Vorteil dieser Methode: Die neuen Merlot-Reiser werden auf das bereits tief eingewurzelte, bestehende Wurzelsystem aufgepropft. Die Rebe muss nicht neu gepflanzt werden, sondern kann die Kraft des alten Stocks sofort nutzen. Schon im Herbst 2023 – nur zwei Jahre nach dem Start – konnten wir so die allererste, feine Merlot-Ernte in Stammheim einfahren.
Warum eigentlich Merlot in Franken?
Merlot ist weltweit die Nummer zwei unter den roten Rebsorten, doch in unseren fränkischen Breitengraden ist sie (noch) eine Rarität. Das Klima wandelt sich spürbar. Die zunehmend heißen und trockenen Sommerphasen verlangen nach Rebsorten, die mit diesen Bedingungen gut zurechtkommen und voll ausreifen können. Der Merlot fühlt sich in dieser aktuellen Wärmephase sichtlich wohl und bereichert unser Portfolio um eine spannende, zukunftsfähige Facette.
Vom geplanten Cuvée-Partner zum Solisten
Eigentlich hatten wir ganz andere Pläne: Der Merlot sollte ursprünglich als Cuvée-Partner unsere Domina unterstützen. Doch als der junge Wein des Jahrgangs 2023 im Keller in gebrauchten französischen Barriquefässern reifte, passierte das, was das Weinmachen so faszinierend macht: Der Wein entwickelte sich solo so prächtig, dicht und charmant, dass wir uns kurzerhand umentschieden haben.
Uns hat das Ergebnis so begeistert, dass wir den Wein rebsortenrein auf die Flasche gezogen haben. Ein echter fränkischer Merlot mit internationalem Charme!
Natur lässt sich nicht kopieren: Der Blick auf die Jahrgänge
Wer ökologisch arbeitet, weiß, dass jeder Jahrgang seine eigene Geschichte schreibt. Einen 2024er oder 2025er Merlot aus unserem Keller wird es leider nicht geben. Die Erträge waren in diesen Jahren witterungsbedingt zu gering oder entsprachen schlichtweg nicht unserem hohen Anspruch an einen vollmundigen, ertragsreduzierten Premium-Rotwein.
Verloren ist dieser Ertrag aber keineswegs: Die Trauben durften stattdessen unsere Rosé-Produktion bereichern, was der Qualität des Rosés spürbar zugutegekommen ist.
Aktuell richten wir den Blick nach vorn und arbeiten auf die Weinlese 2026 hin. Ob es dann voraussichtlich im Jahr 2028 wieder einen rebsortenreinen Merlot geben wird? Das entscheiden wir wie immer ganz flexibel und qualitätsorientiert – erst am Sortiertisch bei der Lese und während des Ausbaus im Keller.
Ab sofort im Shop (Weinarbeit geht vor Produktfoto!)
Unser 2023er Merlot ist frisch abgefüllt und ab sofort in unserem Online-Shop zu finden.
Ein kleines Geständnis vorweg: Ein professionelles Produktfoto fehlt aktuell noch im Shop. Da wir uns mitten im Weinjahr befinden, hat die Handarbeit draußen im Weinberg für uns gerade oberste Priorität. Die Reben warten schließlich nicht auf den Fotografen! Wir sind uns aber sicher: Der Wein schmeckt auch ohne Foto hervorragend.
Probieren Sie diesen besonderen Newcomer aus Stammheim und lassen Sie uns gerne wissen, wie Ihnen unser fränkischer Merlot gefällt!
Hier geht es direkt zum Online-Shop -> https://weinvon3.de/shop/

Hallo liebe Weinfreunde,
es gibt wieder viel zu berichten aus unserem Weingut! Vielleicht hat sich der eine oder andere schon gefragt: Passt der Name „Wein von 3“, den wir uns vor 14 Jahren gegeben haben, überhaupt noch? Die ehrliche Antwort: eigentlich nur noch zu zwei Dritteln. Da Christian 2023 ausgestiegen ist, machen Heiko und ich (Alexander) nun zu zweit munter weiter. Um der Arbeit im Weinberg auch künftig optimal Herr zu werden, haben wir unsere Rebfläche von einst knapp über 5 Hektar auf knapp unter 4 Hektar angepasst.
Hier ist unser kleines Update aus dem Weinberg, dem Keller und dem Schlossleben:
Frühlings-Endspurt im Weinberg
Das warme Wetter gepaart mit den zwischenzeitlichen Regenströmen hat den Reben einen extrem frühen und üppigen Austrieb beschert. Für uns heißt das: Jede Menge Arbeit! Bei manchen Rebsorten sind wir gerade noch am „Ausbrechen“ der Triebe. Das ist eine wichtige Ertragsregulierung, bei der wir auch dafür sorgen, dass die Triebe schön gerade nach oben wachsen, sich nicht kreuz und quer verhaken und die Traubenzone später schön luftig und trocken bleibt. Bei anderen Sorten ziehen wir bereits die Doppeldrähte auf Brusthöhe nach oben und klammern sie fest, damit die jungen, zarten Triebe bei Wind und Wetter nicht abbrechen.
Neues aus dem Keller: Erste 2025er & ein Premieren-Merlot
Im Keller waren wir ebenfalls fleißig und können euch die ersten 2025er Weine präsentieren: Ab sofort stehen unser Wolf jr. (Bacchus) und die Melusine (Rosé) aus dem Jahrgang 2025 für euch im Shop bereit.
Außerdem haben wir eine echte Premiere gefeiert und unseren allerersten (2023er) Merlot abgefüllt! Bei der Abkrönung der Zeilitzheimer Weinprinzessin Ende April kam er bereits zum Einsatz. Im Online-Shop ist er aktuell noch nicht zu finden (das korrigieren wir bald!), aber ihr könnt ihn ab sofort auf allen herkömmlichen Wegen bei uns für 16,00 Euro (0,75 l Flasche) bestellen (bitte möglichst in 12er Schritten, Inhalt der 12er Pakete dabei aber komplett frei wählbar, also Wein und Likör kreuz und quer):
- Per E-Mail oder WhatsApp
- Über unsere Bestell-Hotline: (siehe Seite)
- Auf Instagram oder ganz klassisch per „Snail Mail“ (Post)
- Oder einfach auf Zuruf zur Abholung bei uns ab Schloss!
Perlwein-Update:
Unser Perlwein „Argula“ (aus Bacchustrauben) ist für dieses Mal schon ausverkauft. Dafür gibt es großartigen Nachschub: Der seit 2012 bekannte und bewährte Perlwein „Petrini“ (Müller-Thurgau & Gewürztraminer) ist frisch abgefüllt und ab sofort wieder im Shop verfügbar!
Rückblick auf Pfingsten & ein Geheimtipp für 2027
Am Pfingstsonntag standen Heiko und ich nachmittags wieder 4 Stunden mit (inzwischen Bürgermeister A.D.) Horst Herbert im Weinstand, um die Weine der Zeilitzheimer Winzer und Genossenschaftszulieferer auszuschenken. Diese Veranstaltung ist ein echter Geheimtipp, den ihr euch unbedingt für das nächste Jahr vormerken solltet (immer am Pfingstsonntag!). Man wandert durch die wunderschöne Zeilitzheimer Flur, vorbei an Feldern und Fischteichen, hoch zur Weinbergshütte und zurück zum „Gänsewasen“. Zwischendurch und an der Hütte gibt es Versorgungsstationen mit Wein und Speisen, und im Schatten der Kastanien am Gänsewasen lässt man den Abend gemütlich ausklingen.
Termine & Kultur im Schloss
- Am 19. September veranstalten Stephanie und Angela bei uns im Haus einen ganz besonderen Abend: „Häppchen und Schöppchen“. Es erwartet euch ein geselliger Abend im Schloss Zeilitzheim mit hessischen Häppchen und natürlich feinem „Wein von 3“ aus unserem Schlossweingut. Tickets und die genaue Beschreibung findet ihr unter Eventfrog.
- Das komplette, vielseitige kulturelle Angebot unseres Barockschlosses findet ihr wie gewohnt im Kulturkalender.
Kommt uns besuchen!
Wollt ihr tiefer eintauchen? Weinproben (gerne auch mit einer zünftigen Brotzeit) für Gruppen ab 10 Personen sind bei uns (fast) jederzeit möglich. Auf Wunsch verbinden wir das gerne mit einem Rundgang durch die Weinberge oder einem Besuch in unserem Ausbaukeller in Stammheim. Meldet euch einfach bei uns!
Herzliche Grüße aus Zeilitzheim
Alexander und Heiko

Neu-Eröffnung am Sonntag, 15. September 2024 um 14 Uhr: Café im Schlosshof.
Wie der Name schon sagt: Natürlich gibt es Kaffee und Kuchen. Aber als Weingut bieten wir auch Wein an (wenn es bald soweit ist auch Federweißen). Weinschorle und Traubensaft für die Radler ist klar. Dazu passende Speisen (Flammkuchen, Pizza).
Die Vinothek in der Eingangshalle des Schloss ist natürlich auch geöffnet.
Seid dabei, wenn es mit der Gastronomie im Schlosshof nun wieder losgeht!


Es kommt mir zwar ein wenig unwirklich vor, aber wir bewegen uns gerade schon mit ganz großen Schritten auf die Weinlese zu. Im Weinberg sind die Laubarbeiten und die Grünlese abgeschlossen und das Warten auf die Lese, die bei uns meist Anfang bis Mitte September beginnt, hat begonnen. Das Warten bezieht sich jedoch nur auf die Weinbergsarbeit. Im Keller haben wir die Zeit genutzt und den jährlichen Großputz vor der Lese gemacht: Boden, Ecken und Wände schrubben und die Tanks gründlich putzen, damit diese für den Most des Weinjahrgangs 2024 bereit sind.
Diese Woche haben wir den ersten Wein des Jahrgangs 2023 abgefüllt: Wolf jr. 23. Diesen wird es dann in etwa zwei Wochen geben. Bis dahin wird auch der 2022er Wolf jr. ausgetrunken sein.
Neben- und Hauptjobs
Bislang war das Weingut ja unser Nebenerwerb. Nun entpuppt es sich immer mehr zu unserem Hauptarbeitsplatz. Was machen wir, wenn wir gerade nicht im Weinberg, Weinkeller oder mit Kunden unterwegs sind?
Heiko ist seit zwei Jahren Lehrer an der Realschule, die unsere Tochter Isa gerade mit der mittleren Reife verlassen hat. Er unterrichtet Wirtschaft/Recht und im kommenden Schuljahr auch Erdkunde. Mein „Nebenjob“ ist nach wie vor das Schloss. Das heisst: Ich bin der Gärtner und im Büro hinter den Kulissen für den ganzen bürokratischen Papierkram zuständig (Buchungen, Rechnungen, etc.). Das hält mich (nach der Weinbergsarbeit) auch ziemlich beschäftigt, zumal wir seit Covid19 (TM) keine Mithilfe im Büro mehr haben. Für den Förderkreis des Schlosses plane und organisiere ich die kulturellen Veranstaltungen und kümmere mich auch um den administrativen Kram des Förderkreises. An der Theke und für Gruppen, die im Schloss übernachten, mache ich die Verkostungen und Weinproben. Für größere Gruppen, oder wenn wir zwei Gruppen parallel im Hause haben, sind Heiko und ich dann beide im Einsatz und bei Bedarf verstärkend auch die Familie.
Veranstaltungen im Herbst
Am Wochenende des 24./25. August ist in Zeilitzheim das Marktplatzweinfest, für das wir auch drei Weine liefern (den Rotling Melusine für den Weinstand sowie den Silvaner und Fuchs v.B. für die Spezialitätenbar). Heiko und ich stehen am Sonntagnachmittag dann auch im Weinstand, falls Ihr vorbei kommen und mal hallo sagen möchtet. Der Schloss Förderkreis öffnet am Nachmittag des Weinfestsonntags seine Bücherstube im Gasthaus Zur Sonne (12 – 16:30 Uhr).
Der September wird, wie jedes Jahr, von der Weinlese geprägt sein. Am Sonntag, 8. September, zum Tag des offenen Denkmals, gibt es am Nachmittag eine Schlossführung und Ausschank/Verkostung an der Theke in der Eingangshalle. Zwischendurch sind immer wieder mal Weinproben geplant. Ende Oktober wird es für Mitglieder des Schloss Förderkreises dann eine eigene Weinbergs- und Kellerführung mit Verkostung geben.
Im November gehen die Weinproben weiter und Heiko und ich sind am 9./10. November auf der Vinessio Weinmesse in Fürth: https://www.weinmesse-fuerth.de/
Auch online Weinproben haben wir wieder geplant. Diese eignen sich besonders für die kalte Jahreszeit, in der das Schloss, was Übernachtungen betrifft, geschlossen ist (Weinproben für Gruppen ab 10 Personen sind jedoch ganzjährig möglich. Bitte Wunschtermin anfragen!).
Wir haben inzwischen alle Weinpakete der Bestellungen auf der Weinmesse in Berlin gepackt und verschickt. Nun beginnen die Vorbereitungen für die nächste Veranstaltung:
Osterausstellung im Schloss am Sonntag, 17. März 2024, 11 – 17 Uhr
Aussteller mit Kunsthandwerk passend zum bevorstehenden Frühling stellen in den Räumen des Schlosses aus. Im Jagdsaal gibt es das Schlosscafé mit Kaffee und Kuchen und im Schlosshof Bratwurst (die Bewirtung übernimmt der Schloss-Förderkreis zugunsten seiner als gemeinnützig anerkannten Arbeit). Im ehemaligen Gasthaus Zur Sonne ist der Büchermarkt des Förderkreises mit tausenden gut sortierter Bücher. Und bei uns an der Theke in der Eingangshalle könnt Ihr die Weine des Weinguts probieren und erwerben. Gerne könnt Ihr auch Vorbestellungen zum Ostermarkt abholen. Der Haupteingang vorne zum Marktplatz hin wird geöffnet sein.
Sehen wir uns im März?


Wir, Heiko und Alexander, sind dieses Jahr (endlich, nach den Wirren der vergangenen Jahre) wieder auf der Weinmesse in Berlin als Aussteller dabei. Ihr könnt uns an unserem Stand (D08) besuchen und die Weine der aktuellen Jahrgänge probieren. Meldet Euch bitte kurz bei uns, falls Ihr den Gutscheincode für kostenlose online-Tickets haben möchtet!
Die letzten Jahre haben gezeigt: Es ändert sich vieles und doch bleibt am Ende alles gleich. Das heißt: Die Dinge sind im Fluss, aber im Grunde ist alles, vor allem die Natur, in Balance. So hat sich bei uns im Weingut auch einiges getan und doch geht es mit Elan weiter.
Unser zehnjähriges Jubiläum (eigentlich die zehnte Weinlese des Jahres 2022) feierten wir dieses Jahr mit einer limitierten Auflage eines besonderen Weines: Der Kerner Orange (ein maischevergorener Weisswein). Es sind noch welche davon zu haben (Jubiläumswein, Flaschen nummeriert, solange der Vorrat reicht, im Online-Shop).
Zum Jubiläum verließ nun Christian das Weingut zum 31. August. Er und Simone (die Ihr über die letzten Jahre auch als unsere Fotografin kennt) haben geheiratet und ein denkmalgeschütztes Anwesen in der Gemeinde erworben, das nun viel Aufmerksamkeit der beiden in Anspruch nehmen wird. Wir gingen jedoch nur geschäftlich auseinander. Die Freundschaft bleibt natürlich! Heiko und ich wünschen Christian alles Gute auf seinem Weg. Der Branche bleibt er als Oenologe im Weinlabor Carl Klein in Kitzingen erhalten.
In Sachen Wein und Weingut ändert sich jedoch letztendlich nichts. Klar, Heiko und ich haben nun mehr Arbeit, müssen zu zweit das erledigen, was wir bislang zu dritt geschafft haben. Das bedeutet, dass das Wachstum in Sachen Rebflächen nun angehalten ist. Für eine Rebfläche lief die Pacht ohnehin planmäßig zum Jahresende aus, so dass wir mengenmäßig ein wenig abspecken können. Für Heiko und mich stand aber gleich fest, dass wir auf jeden Fall mit dem Weingut weiter machen und auch unsere Familien standen sofort hinter diesem Entschluss. Es bleibt also bei Wein von 3 — mit zwei der ursprünglichen drei Gründer.
Im Herbst ernteten wir erstmals unseren Merlot (eine Rebfläche, die wir 2021 von Domina auf Merlot umveredelt haben). Der Wein liegt in Holzfässern im Keller und verspricht schon viel. In 1-2 Jahren wissen wir mehr…
In Sachen Bio haben wir mit den Jahrgängen 2021 und 2022 die Übergangszeit der Rebflächen von zwei Jahren „in Umstellung“ abgeschlossen. Das bedeutet, dass die Weine des Weinjahrgangs 2023, die nun im Keller liegen, voll Bio (ohne den Zusatz „in Umstellung“) sind. Auch die Rezeptur der Liköre haben wir auf biologische Zutaten umgestellt und die erste Charge nun abgefüllt. Es sind nun alle Artikel (Wein und Likör) im online Shop wieder verfügbar. Natürlich schicken wir Euch gerne noch Wein für die Feiertage / Weihnachten und Silvester. Da wir nicht wissen, wie sehr UPS in der hektischen Vorweihnachtszeit zu tun haben wird, empfiehlt sich baldige Bestellung.
Morgen, Samstag, 16. Dezember 2023, sind wir, wie auch in den Vorjahren, im Weinladen unserer Freundin Laura Feurer in Fürth mit Wein zum verkosten zu Gast. Im Weinberg arbeiten wir nun schon am Rebschnitt für den Weinjahrgang 2024!
Wir wünschen Euch allen schöne Feiertage. Blicken wir mit Dankbarkeit zurück und mit Zuversicht in die Zukunft!

Es geht schon etwas ruhiger zu im Weingut im Sommer, wenn es auch hinter den Kulissen noch genug zu tun gibt. Im Weinberg steht nach wie vor der Pflanzenschutz an. Im Keller etikettieren wir zwischendurch, um den Nachschub an Wein für unsere Kunden zu gewährleisten. Der Weinversand geht nämlich munter weiter (UPS kommt täglich werktags hier vorbei, um Pakete zeitnah auszuliefern). Es scheint wohl noch genügend Daheimgebliebene zu geben, die den Sommer — sei er vorübergehend mal warm oder, wie jetzt, auch mal kühl und feucht — mit dem einen oder anderen Glas Wein genießen möchten.
Kürzlich waren wir mit Wein wieder beim Kunstverein Schweinfurt in der Kunsthalle zu Gast. Unser nächster Termin dort ist am Sonntagvormittag, 13. August. Im Schloss geht es mit Kultur am 25. August mit einem Konzert mit französischer Barockmusik weiter, nachdem wir letzte Woche zur Argentinischen Sommernacht des Volkacher Musikvereins im Schlosshof Wein ausschenkten.
Zum Zeilitzheimer Marktplatzweinfest vor dem Schloss am 19./20. August sind wir dann mit unserem Rotling Melusine im Weinstand und mit weiteren Weinen in der Spezialitätenbar dabei. Heiko und ich werden dort am Sonntag, 20.8. im Weinstand ausschenken. In der Woche darauf füllen wir dann Weine ab, u.a. auch den Jubiläumswein, ein Kerner Orange (ein maischevergorener Weißwein) in kleiner und streng limitierter Auflage aus unserer 10. Weinlese 2022. Dann geht es es auch schon zügig auf die diesjährige Weinlese zu, die bei uns meist zwischen Mitte September und Mitte Oktober stattfindet.