Wein von 3

12. April 2017
von Alexander von Halem
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Habemus Petrini!

Im Weinberg sind wir Anfang April fertig geworden mit den „Niederziehen“ (das Anbinden der Fruchtruten auf den Drahtrahmen). Höchste Zeit, denn das schöne, sonnige Wetter der vergangenen Tage hat dazu beigetragen, dass die Knospen der Reben schon prall und wollig wurden; Ein Zustand in dem sie sehr empfindlich sind. Nun sind die ersten Knospen auch schon ausgetrieben. Erste Lebenszeichen des 2017er Weinjahrgangs!

weinberg stammheim weinvon3

An unseren Weinbergen Anfang April

Im Schloss hat mit den angenehmeren Temperaturen die Saison auch schon wieder begonnen. Das bedeutet viele nette Gäste im Hotel, die eine oder andere kulturelle Veranstaltung und zahlreiche Weinproben. Im Schlossgarten habe ich mit dem Buchsschnitt begonnen und auch so gibt es dort genügend zu tun (Rosen schneiden, letzte Reste von versteckten Herbstblättern entfernen, Rasen mähen…).

Buchsschnitt im Schlossgarten

Buchsschnitt im Schlossgarten…

Im Weinkeller haben wir derweil weitere 2016er Weine abgefüllt. Von diesen ist der trockene Riesling nun schon im Verkauf. Ein spannender Wein mit knackiger Säure und schönen floralen Noten in der Nase. Am besten einfach mal probieren…

Den Grundwein für unseren Perlwein Petrini brachten wir letzte Woche zur Abfüllung in die Sektkellerei nach Würzburg. Heute konnten wir die frisch abgefüllten und etikettierten Flaschen zurück ins Weingut holen. Jetzt falten wir fleißig Kartonage, damit wir endlich die Vorbestellungen für den Perlwein erfüllen können. Diesem konnten wir wieder einen ordentlichen Schuss Gewürztraminer Auslese verpassen, so dass ein wunderbar fruchtig prickelnd erfrischender Perlwein entstanden ist. Probieren lohnt sich!

Habemus Petrini weinvon3

Habemus Petrini!

25. März 2017
von Alexander von Halem
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Von der Kunsthalle zum Ostermarkt

Ostermarkt im Barockschloss Zeilitzheim

Ostermarkt im Barockschloss Zeilitzheim

Während wir am Donnerstag mit unserem Wein in der Kunsthalle Schweinfurt die Weinbar einer Ausstellungseröffnung von fünf jungen bildenden Künstlern schmissen, sind wir am morgigen Sonntag, 26. März 2017 mit Wein beim kunsthandwerklichen Ostermarkt im Schloss anzutreffen.

Das Wetter soll ja ganz gut sein morgen. Wir werden unseren Verkostungsstand daher im Schloss-Innenhof aufstellen. Probieren (und gerne auch schöppeln) ist erlaubt!

Bis morgen,
Heiko und Alexander (Christian ist auf Achse)

17. März 2017
von Alexander von Halem
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Wein, Kunst und… Bier?

Kunstschiff Arte Noah in WürzburgNeulich waren wir als Freunde zeitgenössischer Kunst und als Sponsor des Kunstvereins Würzburg mit unserem Wein wieder zu Gast auf dem Kunstschiff Arte Noah. Zur Eröffnung der Ausstellung von Yvonne Kendall und Henning Eichinger schenkten wir den BesucherInnen dort unseren Silvaner trocken und den Rotling „Melusine“ halbtrocken ein. Wir sind ja nun schon ein paar Jahre lang mindestens einmal pro Jahr auf dem Kunstschiff dabei und können so die Kontakte in Würzburg vertiefen. Schön war es, dass auch Gäste dort waren, die wir zuletzt bei unserem ersten (verregneten!) Schlossweinfest im Jahr 2013 kennen gelernt hatten.

Als Fördermitglieder des Kunstvereins Schweinfurt unterstützen wir auch hier die eine oder andere Veranstaltung mit unserer Anwesenheit und Wein. Als nächstes sind wir schon kommende Woche wieder dort wenn am Donnerstag, 23.3.17 um 19 Uhr die Ausstellung „rendez-vous sw“ mit Arbeiten von Jonathan Baumgärtner, Julius Bobke, Luisa Kömm, Reinhold Nazarenus, Felix Neumann und Max Stockburger im KunstSalong in der Kunsthalle Schweinfurt eröffnet wird.

Heute, Freitag, 17. März 2017, sind wir auch mit unserem Wein unterwegs. Dabei geht es nicht so sehr um zeitgenössische bildende Kunst, sondern eher um die Kunst des Bierbrauens. Als einziges Weingut sind wir auf der Craft Beer Messe im Einfach KuK in Schweinfurt dabei. Ab 12 Uhr bis ca. 19 Uhr könnt Ihr dort unsere Weine und die handwerklich erzeugten Biere der Region probieren. Schweinfurter: Sehen wir uns heute und/oder am Donnerstag dort?

Craft Beer Messe im Einfach KuK in Schweinfurt 2017

1. März 2017
von Alexander von Halem
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Neuer Messestand

Messestand Wein von 3 Franken

Am vergangenen Wochenende waren wir 3 Tage auf der Weinmesse Berlin. Im Gepäck hatten wir unseren neuen Messestand bestehend aus Paletten und Oberfläche in Schieferoptik. Die Schriftzüge auf der Oberfläche, die Tatsache, dass sich der Stand stark von allen anderen rund 400 Messeständen optisch unterschied und das Design generell brachten viele Messebesucher dazu stehen zu bleiben und unsere Weine zu probieren.

Messestand Wein von 3 Franken

Es war unsere bislang erfolgreichste Weinmesse und wir freuen uns über die zahlreichen neuen Bekanntschaften aus dem Raum Berlin. Über einen Besuch bei uns im Schloss würden wir uns freuen!

Messestand Wein von 3 Franken

P.S. Die bestellten Weinpakete sind schon größtenteils unterwegs. Die ersten Pakete wurden laut Sendungsverfolgung bereits zugestellt.

Messestand Wein von 3 Franken

21. Februar 2017
von Alexander von Halem
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Arbeiten an einem Regentag

Manchmal freuen wir uns regelrecht auf einen Arbeitstag im Weinberg und wachen dann am nächsten Morgen zu Regenwetter auf. Bei Regen macht das Arbeiten im Weinberg wenig Spaß, weil wir durch die viele Handarbeit an den Reben dann in Nullkommanix bis auf die Knochen durchnässt sind. Das mag bei einem Gewitterschauer im Sommer mal okay sein, wenn danach alles gleich wieder trocknet. Im Februar beim Rebschnitt ist das bei wenigen Graden über Null aber nichts.

Doch auch an einem Regentag finden wir im Weingut noch genug zu tun. Der Regen gibt uns eine Entschuldigung manch eher langweilige Arbeit – dafür im Trockenen – zu erledigen.

Zu diesen gehören das Etikettieren der Weine, das bei uns noch quasi per Hand gemacht wird. Wir nehmen jede Weinflasche in Hand und legen sie auf unser Etikettiergerät (eine AP 362e), in die wir eine Rolle unserer Banderolenetiketten einspannen. Per Fusspedal wird die Maschine dazu aufgefordert das Etikett auf die Flasche abzurollen. Zuvor müssen wir sehen, dass die Flasche so auf die entgegen laufenden Führungsrollen gelegt wurde, dass die Krone unseres Logos auf der Kapsel richtig platziert wird, damit nach Abrollen des Etiketts die Krone möglichst mittig über dem Frontetikett liegt. Das für jede einzelne Flasche, also etwa 10.000 Mal pro Weinjahrahrgang.

Dann wird kartoniert. Für jede Flasche falten wir einen einzelnen Karton. Die Kartonage haben wir uns nach Vorlage unserer Grafikerin von einer regionalen Wellpappenfabrik maßanfertigen lassen. Jeweils sechs Einzelkartons werden mit einem Deckel unten und oben zu einem Sixpack gepackt. Dann geht es in den Versand. Das machen wir auch am Morgen sonniger Tage!

Wein von 3 Sixpacks auf Palette

19. Februar 2017
von Alexander von Halem
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Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!

Liebe Freunde aus Berlin/Brandenburg (und alle, die dorthin eine Reise machen möchten),

am Wochenende 24.-26. Februar 2017 könnt Ihr uns (und einige unserer Weine) in Berlin antreffen. Wir sind bei der 24. WEINmesse berlin mit einem Stand dabei.

Dafür, dass man dort tausende Weine von über 400 Weinmachern probieren kann, ist der Eintritt von 17 Euro pro Person günstig. Wer jedoch schnell handelt kann sich auch dieses Geld sparen: Wir haben noch jede Menge Freikarten an unsere Freunde zu verteilen (kurze Nachricht genügt, egal auf welchen Weg, aber bitte mit Postanschrift bis spätestens Mittwoch, 22.2.17, damit wir Euch diese noch per Post zusenden können).

Für Kurztentschlossene, für die auch diese Nachricht zu spät kommt: Ihr findet uns auf der Messe am Stand A 1.4 in der STATION-Berlin, Luckenwalder Str. 4-6, 10963 Berlin (U-Bhf. Gleisdreieck, S-Bhf. Anhalter Bahnhof).

Die Messe findet in einem denkmalgeschützten Industriegebäude im Zentrum der Hauptstadt statt unweit des Potsdamer Platzes.

Termin:
24. bis 26. Februar 2017
Öffnungszeiten:
Freitag, Samstag: 14:00 – 21:00
Sonntag: 13:00 – 20:00
Einlass:
Freitag, Samstag: 14:00 – 19:30
Sonntag: 13:00 – 18:45


Sehen wir uns dort?

Links:
http://www.dwm.de/messen/weinmesse-berlin/

http://www.station-berlin.de/en/home.html

29. Januar 2017
von Alexander von Halem
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Internationales Fest für zeitgenössische Skulptur

Werk von Rosa Brunner

Auch in diesem Jahr waren wir heute im Kunstlabor der befreundeten Künstlerin Rosa Brunner in Bamberg beim Neujahrsbrunch des Sculpture Network dabei, das sich diesmal als „Internationales Fest für zeitgenössische Skulptur“ pries. Das ist auch keineswegs übertrieben, da es diesmal zeitgleich an 70 Standorten in 21 Ländern stattfand.

Wir schenkten den Besuchern der Ausstellung und des Brunchs, den Rosa wieder liebevoll in ihren Wohnräumen über dem Kunstlabor reichte, drei Weine unseres Weinguts ein: Den Silvaner 14, von dem es noch ein paar Flaschen gibt bis der 2015er Silvaner bald in den Verkauf geht und die am vergangenen Wochenende frisch abgefüllten Sommerweine Wolf jr. und Melusine des 2016er Weinjahrgangs.

Nach kurzer Ansprache und Erklärung zum diesjährigen Thema (Kunst im öffentlichen Raum) zeigte Rosa eine kurze Präsentation der MacherInnen des Sculpture Network in verschiedenen Ländern und führte anschließend durch ihre eigene Ausstellung, die Modelle/Miniaturen und Fotos einige ihrer Werke im öffentlichen Raum zeigten.

Zeitgenössische Kunst und Wein (und natürlich die leckeren Häppchen von Rosa) ergänzen sich hervorragend, auch wegen der anregenden Gespräche, die wir bei solchen „Aussenterminen“ erleben. Wir freuen uns schon jetzt auf die diesjährigen gemeinsamen Veranstaltungen beim Kunstverein Würzburg auf dem Kunstschiff Arte Noah (12.3.17) und dem Kunstverein Schweinfurt (Termin wird noch bekannt gegeben).

Links:

Rosa Brunner, Bildhauerin: http://www.rosa-brunner.info/skulptur.htm

http://www.sculpture-network.org/home/unsere-veranstaltungen/start/start17.html

11. Januar 2017
von Heiko Niedermeyer
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Wir pflanzen unseren ersten Weinberg – Folge 3 – Rodung

Rodung: Gerade noch rechtzeitig vor Weihnachten haben wir das 50 Ar große Feldstück von der alten Rebanlage befreit. In der letzten Folge dieser Artikelserie waren wir drauf und dran die alte Drahtanlage zu entfernen. Unterdessen gab es schon den ersten Frost, so dass die Metallstickel sich beim rausziehen mit dem Schlepper sehr dagegen sträubten. Sogar unsere Kette aus mehr als 50 Jahre Familienbesitz, welche wir zum rausziehen der Stickel und Anker benutzten, hat diese Aktion nicht überstanden. Drei Mal riss sie, bis nur noch ein zu kurzes Stück Kette übrig war. Es musste also eine neue Kette her. Hier kann ich sagen, dass die Stahlqualität (falls die alte Kette überhaupt aus Stahl war) sich bis heute wesentlich verbessert hat. Obwohl die Dicke des Materials der neuen Kette nicht stärker war, hielt die sie den Zugkräften problemlos stand. Nach dem Rausziehen luden wir alle Stickel auf und brachten sie zum Wertstoffhof. Natürlich prüften wir zuvor eine mögliche Wiederverwendung, aber nach über 30 Jahren Standzeit waren auch diese verzinkten Metallstickel fasst alle durchgerostet und nicht mehr einsatzfähig. Insgesamt waren es fast 400 Stickel und über 15 km Draht, die wir entsorgen mussten.

Alexander mit Kette und Pickel

Sobald wieder Tauwetter war machten wir uns ans eigentliche Roden und begannen mit dem herausziehen der fast 2000 Reben – natürlich auch mit dem Schlepper. Schöne, dicke Rebstämme welche nach zweijähriger Trocknung ideal zum Heizen Verwendung finden können, kippten wir Opa Hans mit unserem Kippanhänger auf den Hof.

Das Feldstück war nun leergeräumt und bereit für die Vorratsdüngung und Bodenbearbeitung. Die Vorratsdüngung erfolgte nach vorheriger Bodenanalyse durch ein Fachlabor. Hauptbestandteil der Düngung war Kalk. Dabei ist Kalk gar kein Nährstoff. Kalk wird vielmehr zur Verbesserung der Bodenstruktur und zur Anhebung des pH-Werts ausgebracht.

Mittlerweile hatten wir nur noch drei Tage bis Heilig Abend und waren um so glücklicher, als wir noch am 22. Dezember einen Termin für eine Tiefe Bodenbearbeitung mit schwerem Gerät bekamen. Prima liegt das Feldstück nun da und wir freuen uns schon jetzt auf die Wiederbepflanzung im Mai.

Ein kurzes Video vom Rausziehen der Rebstöcke mit dem Schlepper: (YouTube)

Etwas trostlos sieht es im Weinberg bei der Rodung aus…

28. November 2016
von Alexander von Halem
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Messe in Düsseldorf: Wein von 3 auf Reisen in Sachen Wein

Wein von 3 bei Messe Wein & Taste in Düsseldorf 2016

Christian und Heiko im Einsatz in Düsseldorf

Am Wochenende waren wir zu dritt „auf Messe“. Am Freitag haben wir erst noch den zu rodenden Weinberg fertig geschnitten, Silvaner etikettiert und den Mietwagen abgeholt. Am Samstag ging es dann früh um 7 los nach Düsseldorf. Wir kamen zügig durch bis auf den (wohl täglichen) Stau bei Leverkusen.

Düsseldorf? Ziemlich große Stadt (Partnerstadt ist u.a. Chongqing in China, ebenfalls ziemlich große Stadt mit über 30 Millionen Einwohnern) mit ziemlich kleinem Flüsschen, der Düssel, die wir auch zu sehen bekamen.

In erster Linie waren wir jedoch zum Wine & Taste Festival in Düsseldorf-Bilk (Christian und Heiko waren letztes Jahr dort schon dort; Diesmal konnte ich mir die Zeit nehmen mit zu fahren).

Mit etwas gemischten Gefühlen fuhren wir zur Messe, die im letzten Jahr schon sehr erfolgreich für uns war. Nicht, weil wir nicht gern dorthin fahren, sondern weil wir momentan nur einen Teil unserer Weine präsentieren und verkosten lassen können. Riesling, Wolf jr, Petrini und Domina waren vorher schon ausgetrunken. Die letzten 5 Flaschen des roten Fuchs v.B. 12, die wir für die Messe noch gehortet hatten, Silvaner, Melusine und eine Fassprobe vom Wolf jr. 16 nahmen wir mit. Nun ist auch der Fuchs ausgetrunken. Dafür liegen Dank Messe schon die ersten Bestellungen für den 2015er Fuchs vor, die wir dann nach dem Abfüllen im Sommer 2017 verschicken werden, wenn wir ihn voraussichtlich nach rund 18 Monaten Barriquelager abfüllen werden. Wenn er dann auch schon soweit ist. Aber auch Domina wurde bereits vorbestellt, obwohl wir gar keine dabei hatten zum Verkosten. Die 2016er Domina liegt noch voraussichtlich bis November 2017 im großen Holz, bevor wir auch diesen Rotwein abfüllen.

Einerseits also schön mit den Weinen soviel Zuspruch zu erhalten, andererseits auch schade jetzt einige Monate lang bestimmte Weine gar nicht zum Probieren anbieten zu können. Die leichteren 2016er Weine wird es jedoch voraussichtlich schon Ende Januar / Anfang Februar 2017 geben. Es wurde Dank mitgebrachter Fassprobe auch schon für diese Abfüllung vorbestellt.

Es macht echt Spaß diese Weine zu machen und zu sehen, dass sie auch anderen soviel Spaß machen können. Besonders gefreut hat es uns jedoch auch einige Besucher des letzten Jahres wieder zu sehen, die sich noch gut an uns erinnerten und auch zwischenzeitlich Weine per Postversand bestellt hatten. Umso größer war die Freude auch neugewonnene Freunde begrüßen zu können, die auf der letzten Düsseldorfer und der diesjährigen Bochumer Messe gewesen waren und uns zwischenzeitlich im Schloss mit Übernachtungen besucht haben und nun wieder an unseren Stand kamen. Danke, dass Ihr uns die Treue haltet!

Speziell zur Bekanntmachung der Möglichkeiten im Schloss nicht (nur) Wein zu trinken, sondern auch zu übernachten, haben wir Dank unserer Grafikerin Judith nun auch einen neuen Flyer erstellt. Dieser kam am Freitag frisch von der Druckerei und wurde in Düsseldorf erstmals getestet. Er zeigt – neben einigen Bildern vom Schloss – auch die Palette unserer Weine auf, um die wir uns sehr bemühen diese bald wieder zu komplettieren.

Was ich an solchen Messen (ich nenne diese Veranstaltungen lieber „Begegnungen“) besonders schätze, sind – neben dem Austausch mit Wein-interessierten Menschen und potentiellen neuen Kunden/Freunden – auch der Austausch mit den KollegInnen innerhalb der Branche, vor allem den WinzerInnen. Toll, was sich in dieser Szene gerade alles tut. Wer alles neue und spannende Wege wagt. Und wie offen der Austausch untereinander ist. Da schickt man auch gerne mal Kunden zum Nachbarwinzer oder meinetwegen auch zu Winzern in entfernten Regionen. Wichtig ist, dass die Weinwelt im positiven Sinne aufgemischt wird: Weg vom altbackenen Image. Weg vom sturen Etikettentrinken. Weg von Spießertum und „Business as usual“, weg von Snobismus, Überheblichkeit und Vorurteilen. Hin zu Experimenten, Mut zur Nische, Austausch, Offenheit und mit jeder positiven Erfahrung auch ein wenig mehr Begeisterung.

Neben uns war der einzige fränkische Winzer auf der Wine & Taste in Düsseldorf der Dettelbacher Kollege Tobi Nagel, den wir, vor allem auch wegen seiner vom Holz geküssten Silvaner mit Spaß-Faktor, schon länger schätzen.

Von der Nahe haben wir das Weingut Weinheimer Hof kennen gelernt, wo das Geschwisterpaar Christine und Philipp Pieroth (beide studieren gerade in Geisenheim mit unterschiedlichen Schwerpunkten: Christine Weinbau/Oenologie und Philipp Internationale Weinwirtschaft) noch zusammen mit den Eltern wirken. Tolles Weingut mit sehr viel Zukunft (Dank jungem Blut und neuer Ideen, auf deren Weiterentwicklung ich sehr gespannt bin).

Ein besonderes, da auch ehrgeiziges Projekt, mit dem auch wir 3 uns wegen einiger Ähnlichkeiten identifizieren können, ist das Weingut Gabelmann in Niederhausen, ebenfalls an der Nahe. Winzer Sebastian Gabelmann und seine Partnerin, die Fotografin Nathalie Schwartz, bewirtschaften hier zu zweit 3 ha Rebfläche. Dafür: Respekt! Haben wir (im Nebenerwerb) mit 2,5 ha Rebfläche schon einiges zu tun. Zu ausgezeichneten Weinen kommt hier viel Leidenschaft und Kreativität (letztere nicht nur durch Nathalie, die als gelernte Produkt- und Werbefotografin nicht eben nur solche fotografiert, sondern auch Weinberge, aber gerade auch die Besucher des Messestands mit personalisierten Polaroids zum Mitnehmen verewigt).

Das sind jetzt nur drei Beispiele, neben uns selbst, die auf dieser Messe vertreten waren. Ins Gespräch sind wir jedoch mit vielen Kollegen gekommen. Und wenn ich das alles so sehe bin ich sehr zuversichtlich. Nicht nur für die eigene Zukunft als Weingut, sondern für die Zunft als solche und für die Menschen, die gerne leben und genießen. Es wird immer mehr getan, um gute und abwechslungsreiche Weine herzustellen und diese den Menschen nahe zu bringen. Deutscher Wein und Wein in Deutschland hat Zukunft. Und macht Spaß. Auch und gerade für ein jüngeres Publikum, das für sich selbst entdeckt, was ihm schmeckt und gefällt.

22. November 2016
von Heiko Niedermeyer
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Wir pflanzen unseren ersten Weinberg – Folge 2 – Rodungsvorbereitungen

Nachdem ich in der ersten Folge die Planungsphase zum Thema Weinbergsneuanlage kurz beschrieben habe, geht es nun endlich in die Praxis: Rodungsvorbereitungen. Voller Tatendrang und mit gewetzten Scheren ziehen wir zu dreien los. Die Rodung der alten Rebfläche steht an. Wir werden das neue Holz abschneiden, so dass nach getaner Arbeit nur noch der Stamm übrig bleiben wird. Die richtige Arbeit für gestresste Büroarbeiter, wie ich meine. Nichts denken müssen – einfach nur abschneiden und das bei ca. 2000 Reben. Ist ein bisschen wie in Karate Kid, als Daniel San den Zaun streichen musste. Da wir beim Schneiden keine Rebstöcke zählen, sondern Rebzeilen, wurde nach den ersten beiden Zeilen aus Spaß ernst. Die ersten Blasen an den Händen wurden sichtbar und außerdem knurrte der Magen. Zeit für Middach. Für mich gab es Cola, Wurstsalat, Brötchen und als krönenden Abschluss Lebkuchen. Ich habe zum Glück noch eine der letzten Packungen im Supermarkt erwischt. Regale müssen ja schon bald für’s nächste Event geräumt werden. Mit dieser Arbeitseinstellung reichte uns der für das Abschneiden der Reben geplante eine Tag nicht.

Als uns das klar wurde, hörten wir ein bisschen früher auf und nahmen kurz vor der Dämmerung Bodenproben, um diese noch vor Ladenschluss ins Labor zu schaffen. Das Labor kann somit für uns den aktuellen Nährstoffgehalt bestimmen. Wichtig ist das natürlich nicht nur bei Neuanlagen. Auch bei unseren anderen Rebflächen lassen wir den Weinbergsboden analysieren, um die perfekte Nährstoffversorgung einstellen zu können. Trotzdem kommt dieser Analyse bei der Wiederbepflanzung besondere Bedeutung zu. Da es nämlich Nährstoffe gibt, welche sich schlecht im Boden „bewegen“ können, bietet sich nach der Rodung die Gelegenheit, solche Nährstoffe auch in tiefere Bodenschichten einzuarbeiten. Ist nämlich erst einmal die Rebanlage entfernt, kann der Boden mit großen Maschinen bearbeitet werden. Hierzu helfen uns die benachbarten Landwirte mit Ihren großen Traktoren und Spatmaschinen aus. Als nächstes stehen nun das Entfernen der Drähte, der Metallpfosten und der Rebstämme an. Dazu mehr in den nächsten Tagen.

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Neuanlage – Teil 1 – Die Planung

Weinberg Rodung Stammheim Wein von 3

Links: die kahlen Köpfe des zu rodenden Weinbergs