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Willkommen auf dem Weingutsblog.

Hier versuchen wir Euch mit den aktuellsten Geschehnissen im Weingut und Weinberg auf dem laufenden zu halten.
Wir freuen uns über Kommentare und Anregungen zum Blog und was Euch so interessiert.
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Alexander, Heiko, Christian

Kurznachrichten aus dem Schlossweingut Zeilitzheim

Von Alexander von Halem / 31. Mai 2026

Hallo liebe Weinfreunde,

es gibt wieder viel zu berichten aus unserem Weingut! Vielleicht hat sich der eine oder andere schon gefragt: Passt der Name „Wein von 3“, den wir uns vor 14 Jahren gegeben haben, überhaupt noch? Die ehrliche Antwort: eigentlich nur noch zu zwei Dritteln. Da Christian 2023 ausgestiegen ist, machen Heiko und ich (Alexander) nun zu zweit munter weiter. Um der Arbeit im Weinberg auch künftig optimal Herr zu werden, haben wir unsere Rebfläche von einst knapp über 5 Hektar auf knapp unter 4 Hektar angepasst.

Hier ist unser kleines Update aus dem Weinberg, dem Keller und dem Schlossleben:

Frühlings-Endspurt im Weinberg

Das warme Wetter gepaart mit den zwischenzeitlichen Regenströmen hat den Reben einen extrem frühen und üppigen Austrieb beschert. Für uns heißt das: Jede Menge Arbeit! Bei manchen Rebsorten sind wir gerade noch am „Ausbrechen“ der Triebe. Das ist eine wichtige Ertragsregulierung, bei der wir auch dafür sorgen, dass die Triebe schön gerade nach oben wachsen, sich nicht kreuz und quer verhaken und die Traubenzone später schön luftig und trocken bleibt. Bei anderen Sorten ziehen wir bereits die Doppeldrähte auf Brusthöhe nach oben und klammern sie fest, damit die jungen, zarten Triebe bei Wind und Wetter nicht abbrechen.

Neues aus dem Keller: Erste 2025er & ein Premieren-Merlot

Im Keller waren wir ebenfalls fleißig und können euch die ersten 2025er Weine präsentieren: Ab sofort stehen unser Wolf jr. (Bacchus) und die Melusine (Rosé) aus dem Jahrgang 2025 für euch im Shop bereit.

Außerdem haben wir eine echte Premiere gefeiert und unseren allerersten (2023er) Merlot abgefüllt! Bei der Abkrönung der Zeilitzheimer Weinprinzessin Ende April kam er bereits zum Einsatz. Im Online-Shop ist er aktuell noch nicht zu finden (das korrigieren wir bald!), aber ihr könnt ihn ab sofort auf allen herkömmlichen Wegen bei uns für 16,00 Euro (0,75 l Flasche) bestellen (bitte möglichst in 12er Schritten, Inhalt der 12er Pakete dabei aber komplett frei wählbar, also Wein und Likör kreuz und quer):

  • Per E-Mail oder WhatsApp
  • Über unsere Bestell-Hotline: (siehe Seite)
  • Auf Instagram oder ganz klassisch per „Snail Mail“ (Post)
  • Oder einfach auf Zuruf zur Abholung bei uns ab Schloss!

Perlwein-Update:

Unser Perlwein „Argula“ (aus Bacchustrauben) ist für dieses Mal schon ausverkauft. Dafür gibt es großartigen Nachschub: Der seit 2012 bekannte und bewährte Perlwein „Petrini“ (Müller-Thurgau & Gewürztraminer) ist frisch abgefüllt und ab sofort wieder im Shop verfügbar!

Rückblick auf Pfingsten & ein Geheimtipp für 2027

Am Pfingstsonntag standen Heiko und ich nachmittags wieder 4 Stunden mit (inzwischen Bürgermeister A.D.) Horst Herbert im Weinstand, um die Weine der Zeilitzheimer Winzer und Genossenschaftszulieferer auszuschenken. Diese Veranstaltung ist ein echter Geheimtipp, den ihr euch unbedingt für das nächste Jahr vormerken solltet (immer am Pfingstsonntag!). Man wandert durch die wunderschöne Zeilitzheimer Flur, vorbei an Feldern und Fischteichen, hoch zur Weinbergshütte und zurück zum „Gänsewasen“. Zwischendurch und an der Hütte gibt es Versorgungsstationen mit Wein und Speisen, und im Schatten der Kastanien am Gänsewasen lässt man den Abend gemütlich ausklingen.

Termine & Kultur im Schloss

  • Am 19. September veranstalten Stephanie und Angela bei uns im Haus einen ganz besonderen Abend: „Häppchen und Schöppchen“. Es erwartet euch ein geselliger Abend im Schloss Zeilitzheim mit hessischen Häppchen und natürlich feinem „Wein von 3“ aus unserem Schlossweingut. Tickets und die genaue Beschreibung findet ihr unter Eventfrog.
  • Das komplette, vielseitige kulturelle Angebot unseres Barockschlosses findet ihr wie gewohnt im Kulturkalender.

Kommt uns besuchen!

Wollt ihr tiefer eintauchen? Weinproben (gerne auch mit einer zünftigen Brotzeit) für Gruppen ab 10 Personen sind bei uns (fast) jederzeit möglich. Auf Wunsch verbinden wir das gerne mit einem Rundgang durch die Weinberge oder einem Besuch in unserem Ausbaukeller in Stammheim. Meldet euch einfach bei uns!

Herzliche Grüße aus Zeilitzheim

Alexander und Heiko

Domina wächst Ende Mai 2026 schon hoch hinaus
Domina wächst Ende Mai 2026 schon hoch hinaus

Nachrichten aus dem Weingut

Von Alexander von Halem / 17. August 2024
Heiko im Weintank

Es kommt mir zwar ein wenig unwirklich vor, aber wir bewegen uns gerade schon mit ganz großen Schritten auf die Weinlese zu. Im Weinberg sind die Laubarbeiten und die Grünlese abgeschlossen und das Warten auf die Lese, die bei uns meist Anfang bis Mitte September beginnt, hat begonnen. Das Warten bezieht sich jedoch nur auf die Weinbergsarbeit. Im Keller haben wir die Zeit genutzt und den jährlichen Großputz vor der Lese gemacht: Boden, Ecken und Wände schrubben und die Tanks gründlich putzen, damit diese für den Most des Weinjahrgangs 2024 bereit sind.

Diese Woche haben wir den ersten Wein des Jahrgangs 2023 abgefüllt: Wolf jr. 23. Diesen wird es dann in etwa zwei Wochen geben. Bis dahin wird auch der 2022er Wolf jr. ausgetrunken sein.

Neben- und Hauptjobs

Bislang war das Weingut ja unser Nebenerwerb. Nun entpuppt es sich immer mehr zu unserem Hauptarbeitsplatz. Was machen wir, wenn wir gerade nicht im Weinberg, Weinkeller oder mit Kunden unterwegs sind?

Heiko ist seit zwei Jahren Lehrer an der Realschule, die unsere Tochter Isa gerade mit der mittleren Reife verlassen hat. Er unterrichtet Wirtschaft/Recht und im kommenden Schuljahr auch Erdkunde. Mein „Nebenjob“ ist nach wie vor das Schloss. Das heisst: Ich bin der Gärtner und im Büro hinter den Kulissen für den ganzen bürokratischen Papierkram zuständig (Buchungen, Rechnungen, etc.). Das hält mich (nach der Weinbergsarbeit) auch ziemlich beschäftigt, zumal wir seit Covid19 (TM) keine Mithilfe im Büro mehr haben. Für den Förderkreis des Schlosses plane und organisiere ich die kulturellen Veranstaltungen und kümmere mich auch um den administrativen Kram des Förderkreises. An der Theke und für Gruppen, die im Schloss übernachten, mache ich die Verkostungen und Weinproben. Für größere Gruppen, oder wenn wir zwei Gruppen parallel im Hause haben, sind Heiko und ich dann beide im Einsatz und bei Bedarf verstärkend auch die Familie.

Veranstaltungen im Herbst

Am Wochenende des 24./25. August ist in Zeilitzheim das Marktplatzweinfest, für das wir auch drei Weine liefern (den Rotling Melusine für den Weinstand sowie den Silvaner und Fuchs v.B. für die Spezialitätenbar). Heiko und ich stehen am Sonntagnachmittag dann auch im Weinstand, falls Ihr vorbei kommen und mal hallo sagen möchtet. Der Schloss Förderkreis öffnet am Nachmittag des Weinfestsonntags seine Bücherstube im Gasthaus Zur Sonne (12 – 16:30 Uhr).

Der September wird, wie jedes Jahr, von der Weinlese geprägt sein. Am Sonntag, 8. September, zum Tag des offenen Denkmals, gibt es am Nachmittag eine Schlossführung und Ausschank/Verkostung an der Theke in der Eingangshalle. Zwischendurch sind immer wieder mal Weinproben geplant. Ende Oktober wird es für Mitglieder des Schloss Förderkreises dann eine eigene Weinbergs- und Kellerführung mit Verkostung geben.

Im November gehen die Weinproben weiter und Heiko und ich sind am 9./10. November auf der Vinessio Weinmesse in Fürth: https://www.weinmesse-fuerth.de/ 

Auch online Weinproben haben wir wieder geplant. Diese eignen sich besonders für die kalte Jahreszeit, in der das Schloss, was Übernachtungen betrifft, geschlossen ist (Weinproben für Gruppen ab 10 Personen sind jedoch ganzjährig möglich. Bitte Wunschtermin anfragen!).

Neues aus dem Weingut

Von Alexander von Halem / 15. Dezember 2023

Die letzten Jahre haben gezeigt: Es ändert sich vieles und doch bleibt am Ende alles gleich. Das heißt: Die Dinge sind im Fluss, aber im Grunde ist alles, vor allem die Natur, in Balance. So hat sich bei uns im Weingut auch einiges getan und doch geht es mit Elan weiter.

Unser zehnjähriges Jubiläum (eigentlich die zehnte Weinlese des Jahres 2022) feierten wir dieses Jahr mit einer limitierten Auflage eines besonderen Weines: Der Kerner Orange (ein maischevergorener Weisswein). Es sind noch welche davon zu haben (Jubiläumswein, Flaschen nummeriert, solange der Vorrat reicht, im Online-Shop).

Zum Jubiläum verließ nun Christian das Weingut zum 31. August. Er und Simone (die Ihr über die letzten Jahre auch als unsere Fotografin kennt) haben geheiratet und ein denkmalgeschütztes Anwesen in der Gemeinde erworben, das nun viel Aufmerksamkeit der beiden in Anspruch nehmen wird. Wir gingen jedoch nur geschäftlich auseinander. Die Freundschaft bleibt natürlich! Heiko und ich wünschen Christian alles Gute auf seinem Weg. Der Branche bleibt er als Oenologe im Weinlabor Carl Klein in Kitzingen erhalten.

In Sachen Wein und Weingut ändert sich jedoch letztendlich nichts. Klar, Heiko und ich haben nun mehr Arbeit, müssen zu zweit das erledigen, was wir bislang zu dritt geschafft haben. Das bedeutet, dass das Wachstum in Sachen Rebflächen nun angehalten ist. Für eine Rebfläche lief die Pacht ohnehin planmäßig zum Jahresende aus, so dass wir mengenmäßig ein wenig abspecken können. Für Heiko und mich stand aber gleich fest, dass wir auf jeden Fall mit dem Weingut weiter machen und auch unsere Familien standen sofort hinter diesem Entschluss. Es bleibt also bei Wein von 3 — mit zwei der ursprünglichen drei Gründer.

Im Herbst ernteten wir erstmals unseren Merlot (eine Rebfläche, die wir 2021 von Domina auf Merlot umveredelt haben). Der Wein liegt in Holzfässern im Keller und verspricht schon viel. In 1-2 Jahren wissen wir mehr…

In Sachen Bio haben wir mit den Jahrgängen 2021 und 2022 die Übergangszeit der Rebflächen von zwei Jahren „in Umstellung“ abgeschlossen. Das bedeutet, dass die Weine des Weinjahrgangs 2023, die nun im Keller liegen, voll Bio (ohne den Zusatz „in Umstellung“) sind. Auch die Rezeptur der Liköre haben wir auf biologische Zutaten umgestellt und die erste Charge nun abgefüllt. Es sind nun alle Artikel (Wein und Likör) im online Shop wieder verfügbar. Natürlich schicken wir Euch gerne noch Wein für die Feiertage / Weihnachten und Silvester. Da wir nicht wissen, wie sehr UPS in der hektischen Vorweihnachtszeit zu tun haben wird, empfiehlt sich baldige Bestellung.

Morgen, Samstag, 16. Dezember 2023, sind wir, wie auch in den Vorjahren, im Weinladen unserer Freundin Laura Feurer in Fürth mit Wein zum verkosten zu Gast. Im Weinberg arbeiten wir nun schon am Rebschnitt für den Weinjahrgang 2024!

Wir wünschen Euch allen schöne Feiertage. Blicken wir mit Dankbarkeit zurück und mit Zuversicht in die Zukunft!

Heiko - Wein von 3 - Likör Hazel

Sommer im Weingut

Von Alexander von Halem / 31. Juli 2023

Es geht schon etwas ruhiger zu im Weingut im Sommer, wenn es auch hinter den Kulissen noch genug zu tun gibt. Im Weinberg steht nach wie vor der Pflanzenschutz an. Im Keller etikettieren wir zwischendurch, um den Nachschub an Wein für unsere Kunden zu gewährleisten. Der Weinversand geht nämlich munter weiter (UPS kommt täglich werktags hier vorbei, um Pakete zeitnah auszuliefern). Es scheint wohl noch genügend Daheimgebliebene zu geben, die den Sommer — sei er vorübergehend mal warm oder, wie jetzt, auch mal kühl und feucht — mit dem einen oder anderen Glas Wein genießen möchten.

Kürzlich waren wir mit Wein wieder beim Kunstverein Schweinfurt in der Kunsthalle zu Gast. Unser nächster Termin dort ist am Sonntagvormittag, 13. August. Im Schloss geht es mit Kultur am 25. August mit einem Konzert mit französischer Barockmusik weiter, nachdem wir letzte Woche zur Argentinischen Sommernacht des Volkacher Musikvereins im Schlosshof Wein ausschenkten.

Zum Zeilitzheimer Marktplatzweinfest vor dem Schloss am 19./20. August sind wir dann mit unserem Rotling Melusine im Weinstand und mit weiteren Weinen in der Spezialitätenbar dabei. Heiko und ich werden dort am Sonntag, 20.8. im Weinstand ausschenken. In der Woche darauf füllen wir dann Weine ab, u.a. auch den Jubiläumswein, ein Kerner Orange (ein maischevergorener Weißwein) in kleiner und streng limitierter Auflage aus unserer 10. Weinlese 2022. Dann geht es es auch schon zügig auf die diesjährige Weinlese zu, die bei uns meist zwischen Mitte September und Mitte Oktober stattfindet.

Frühe Weinlese, aber noch nicht ganz beendet

Von Alexander von Halem / 29. September 2018

Riesling Weingut Wein von 3 Franken

Schon im August wurden bei uns in Franken Weintrauben geerntet. Auch wir stellten Anfang August die Weichen so, dass wir, sollte es nötig sein, Ende August mit der Weinlese beginnen könnten. Ganz so früh war es dann doch nicht, aber immerhin unsere früheste Weinlese bisher: Wir ernteten die Bacchus Trauben für unseren Wolf jr. 2018 am 4. September. Auch die anderen Rebsorten konnten dann bis 25. September nach und nach gesund, reif und in dafür überraschend guten Mengen gelesen werden.

Man könnte also meinen wir seien mit der Weinlese nun fertig. Aber: Nein. Ein Weinberg trägt noch Früchte. Es soll kein Eiswein werden, aber solange die Trauben noch so gesund sind bzw. nur von der gewünschten Edelfäule Botrytis betroffen sind, können wir ja noch warten. Den Wein, falls es uns gelingt ihn wie gewünscht, wird es nicht „über den Tresen“ geben. Es lohnt sich daher immer beim Besuch im Weingut/Schloss auch mal nach Besonderheiten zu fragen.

Für die Fans unseres „großen“ Rotweins Fuchs vB (der ja momentan ausverkauft ist) gibt es eine gute Nachricht: 2018 war ein ausgezeichnetes Jahr für diesen Rotwein. Es wird diesen also voraussichtlich 2020 wieder zu kaufen geben. Dauert halt alles ein wenig…

Die Freude ist groß. Es war ein verrücktes Weinjahr im Weinberg. Nach der Ernte sieht es im Keller gerade sehr gut aus. Über die weitere Entwicklung der Weine bzw. spätestens zu deren Abfüllung werden wir hier natürlich berichten.

Tue Gutes und rede (schreibe) darüber

Von Alexander von Halem / 11. Juni 2018

Oder einfach mal NICHTS sagen. Wobei: Das haben wir nun schon länger so gehandhabt. Viel machen und wenig darüber berichten.

Es gibt ja derart bescheuerte Platitüden und Sprichwörter, dass man sich schämt sie zu verwenden. Eine davon ist: “Es gibt nichts Gutes, außer man tut es”. Noch viel mehr schäme ich mich aber dafür, dass wir – in Hinsicht auf unser Blog – in der letzten Zeit nicht viel Gutes gemacht haben. Zumindest haben wir nicht öffentlich darüber geschrieben. Dabei waren wir alles andere, als inaktiv.

Wo fange ich mit der Nachberichterstattung an? Am Anfang? Nein, das wäre zu einfach. Und viel zu gewöhnlich.

Ich fange also mit HEUTE an. Wir haben derzeit einen Praktikanten, den Fritz (der uns einen Gastartikel versprochen hat), der nun schon über eine Woche im Weingut mit hilft. Heute waren wir mit Fritz (wie fast jeden Tag) im Weinberg. Im Silvaner am Eselsberg im Maintal haben wir Triebe in die Drahtanlage geheftet. Zumindest bis es zu regnen anfing. Es ist aber nicht so, dass wir nicht auch genügend “Kellerarbeiten” im Trockenen hätten. So haben wir (wie an manch Nachmittag der vergangenen Woche, weil es für verlängerte Arbeitszeit im Weinberg einfach zu heiß war) weiter etikettiert und Kartons gefaltet. Die Gitterboxen der letzten 2016er Weine müssen nämlich leer werden, damit wir die 2017er Weine, die wir noch im Juni abfüllen werden, dann dort einlagern können.

Wein von 3 in Franken
Heiko beim Bändigen der Reben

Wein von 3 Wolf jr. Keller Stammheim
Wolf jr. etikettieren

Und dann gibt es noch das Jungfeld (die neu gepflanzten Weinberge). Also genau genommen zwei davon. Die Domina und den Silvaner haben wir ja im vergangenen Jahr schon gepflanzt. Dort wird fleißig (Unkraut aka Begleitflora) gehackt und (Triebe) ausgebrochen und auch bewässert, wenn Mutter Natur nicht genug Wasser her gibt. Auch in diesem Jahr haben wir am 23. Mai neu angepflanzt (Gewürztraminer). In dieser Anlage mussten wir die Tröpfchenbewässerung wieder startklar machen und ordentlich angießen. Nun wachsen die jungen Propfreben eifrig und warten darauf auf einen Trieb (für die zukünftige Stammbildung) ausgebrochen zu werden.

Insgesamt haben wir nun unsere Rebflächen von 1,3 auf 3 Hektar ausgeweitet. Im kommenden Jahr kommen weitere Rebflächen hinzu. Näheres dazu dann zu gegebener Zeit. Wie heißt es so schön auf Fränkisch? “Erst Ei, dann gack”. Obwohl einige der Eier schon fast im Körbchen liegen…

Zwischendurch hatten wir noch unser Arkadenhofweinfest am Fronleichnamsfeiertag, das – trotz unbeständiger Wetterprognosen – sehr gut besucht war. Mit Vorbereitung, Fest und Aufräumen “verloren” wir drei Tage für die Weinbergsarbeit, aber man kann als Winzer ja nicht nur Wein machen, sondern muss diesen auch unter die Leute bringen.

Wein von 3 Weinfest Schloss Zeilitzheim
3er Selfie beim Arkadenhofweinfest

Am 19. April waren wir – abends nach der Weinbergsarbeit – noch mit Wein bei einer Ausstellungseröffnung mit Werken Franz Kochseders in der Kunsthalle in Schweinfurt zugegen. Zwischendurch gibt es immer wieder Weinproben im Schloss.

Vor allem die neue Verkostungstheke macht sich sehr gut. Ich habe das Gefühl, dass die Laufkundschaft deutlich zunimmt, seitdem wir diese Theke in der Eingangshalle haben. Das Schloss wird dadurch einfach besser als Weingut verstanden und angenommen.

Als nächstes (neben der fortschreitenden Weinbergsarbeit in Jungfeld I und II sowie dem heften und dann entblättern, gipfeln…) gibt es am Freitag ein Konzert im Schloss zu dem wir natürlich auch Wein ausschenken.

Wir bleiben in Bewegung. Es bleibt spannend.

Winterpause im Schloss ist vorbei

Von Alexander von Halem / 16. März 2018

Vinothek Weingut Wein von 3 in Franken

Die Winterpause im Schloss ist nun definitiv vorbei. Zahlreiche Außen- und Innen-Termine markierten die vergangenen zwei Wochen.

Vergangenen Donnerstag waren wir mit Wein in der Bücherei in Hendungen am Rande der Rhön unterwegs. Am Freitag und Samstag ging es dann nach Nürnberg auf das Wine & Taste Festival in der Meistersingerhalle. Dort konnten wir einige Weingutsfreunde wieder sehen, aber auch neue Freunde gewinnen, von denen uns seither auch manche schon einen Gegenbesuch in Zeilitzheim abstatteten. Am Sonntag war dann Ostermarkt im Schloss, zum großen Glück am wärmsten und schönsten Tag seit längerer Zeit und somit auch sehr gut besucht. Gleichzeitig war es die Einweihung und der Praxistest unseres neuen Verkaufsbereichs in der Eingangshalle mit Verkostungstheke. Auf den Eigenbau sind wir schon ein wenig stolz und freuen uns über die vielen positiven Rückmeldungen. Vor allem stellen wir schon jetzt fest, dass es für unsere Besucher nach der Umgestaltung doch erheblich einladender ist die Weine auch gleich mal zu probieren.

Anfang der Woche machten wir uns dann an den Versand der Messebestellungen und gestern waren wir noch zu Besuch bei einer neuen Kundin über deren Projekt wir hier später noch näher berichten.

Bei dem nassen und kalten Wetter geht die Arbeit nun vorerst im Keller weiter (etikettieren, verpacken) und dann geht es wieder in den Weinberg: Nach dem Rebschnitt reparieren wir erst einmal die Drahtanlagen, um dann die Fruchtruten als Basis für den bevorstehenden, neuen Jahrgang 2018 fest zu binden. Und obwohl sich der Kreislauf in wesentlichen Punkten jedes Jahr wiederholt, ist doch jedes Jahr ein wenig anders. Bis zur Weinlese im Herbst kann und wird noch viel passieren!

Vinothek im Eigenbau – Folge 4: Weinregale für Nische und Sitzecke

Von Alexander von Halem / 6. März 2018

Unsere Vinothek (Weinverkaufsraum in der Eingangshalle des Schlosses) ist fertig!

Dies waren die letzten Arbeiten:

Nachdem als letztes fremd gefertigtes Bauelement die Milchglasplatten ankamen konnten wir diese in die dafür vorgesehenen Ritzen in den Betonplatten auf der Oberfläche der Theke einsetzen. Diese ist nun also von vorne, aber auch an der Oberfläche beleuchtet.

Den großen Weinkühlschrank haben wir ins Kaminzimmer verfrachtet (Aufenthaltsraum für unsere Übernachtungsgäste). Für die Verkostungstheke an der Rezeption haben wir einen kleineren, ebenfalls für Wein temperierbaren Kühlschrank gekauft, der unter der Theke verschwindet.

Hinter der Theke hängt nun eine Kreidetafel. Jetzt müssen wir uns nur noch überlegen, was wir drauf schreiben… Darunter ein Regal für Weingläser, damit man auch auf Anhieb erkennt, dass hier das Probieren von Wein möglich (und auch erwünscht) ist.

Das letzte große Bauprojekt waren die Regale in der Nische unter der Haupttreppe ins Obergeschoss. Diese haben wir ebenfalls aus Beton gegossen. Hier kommen die acht Weine – auch Dank einer indirekten Beleuchtung hinter den Regalen – nun gebührend zur Geltung.

Die Sitzecke, die früher an der Stelle der jetzigen Theke stand, haben wir auf die andere Seite der Eingangshalle verschoben und neue Sitzkissen angeschafft. Um Platz dafür zu machen mussten wir einen alten Pferdeschlitten und eine alte Truhe anderswo im Schloss verteilen.

Eine Lichtleiste auf dem großen Barockschrank dient als Durchgangsbeleuchtung, macht sich aber auch im regulären Betrieb ganz gut. Wenn alle neuen Lampen an sind wirkt die Eingangshalle (in der früher ein großer Tisch in der Mitte stand) nun wie ein großer, heller Veranstaltungsraum.

Neueröffnung zum Ostermarkt im Schloss

Der Besuch im Weingut zum Probieren der Weine an der Theke ist ab sofort möglich. Wer einen von uns drei Winzern persönlich antreffen möchte, sollte sich aber vorher kurz melden. Am Sonntag, 11. März sind wir aber auf jeden Fall da, denn zum Ostermarkt im Schloss weihen wir unsere neue Vinothek ein. Kommt doch mal vorbei und probiert die Weine!

Fotos:

Wein von 3 Vinothek

Wein von 3 Vinothek

Wein von 3 Vinothek

Wein von 3 Vinothek

Eiszeit – Weinversand während der Kältefront

Von Alexander von Halem / 28. Februar 2018

Frost - Foto Katalin von Halem
Foto: Katalin von Halem

Über das Wetter zu schreiben – egal ob Rekord-Hitze oder -Kälte – ist ja eher so meh. Ja, es ist eiskalt geworden in Deutschland. Nein, ich würde mich normalerweise nicht darüber äußern. Diese Meldung von der Kältefront hat aber einen praktischen Hintergrund: Die Minusgrade können der Weinqualität schaden. Daher ruht der Weinversand per Post bei uns momentan, zumindest bis es wieder etwas wärmer wird. Bestellungen sind natürlich weiterhin möglich. Wir versenden den Wein dann sobald wir es qualitätstechnisch verantworten können.

Wer es ganz eilig hat, kann natürlich auf eigene Gefahr hin EILT! dazu schreiben. Gut genießbar wird der Wein schon sein, vielleicht nur nicht auf seiner optimalsten Höhe.

P.S. Wein bei uns im Schloss zu kaufen und mit dem PKW nach Hause zu bringen ist kein Problem, da man sein eigenes Auto ja ein wenig heizt. Nur bei den Lagerhallen und Fahrzeugen / LKW der Post sind wir uns nicht so sicher wie lange der Wein Minustemperaturen ausgesetzt sein könnte.

Nachtrag 5. März 2018: Entwarnung! Es ist wieder warm genug für den Weinversand. Die Pakete sind nun alle unterwegs.

Vinothek im Eigenbau – Folge 3: Elemente zusammen bauen

Von Alexander von Halem / 25. Februar 2018

Neues von der Baustelle unserer Vinothek: Nachdem wir alle sieben Teile aus Beton fertig gegossen und ausgeschalt hatten, konnte die eigentliche Konstruktion der Theke beginnen.

Schon während des Gießens hatten wir Bolzen mit Gewinde an strategischen Stellen im Beton versenkt (natürlich mussten wir diese fixieren, damit sie nicht absinken). An diesen konnten wir dann Balken befestigen, die die ganze Struktur dann zusammen halten. An diesen befestigten wir (eigentlich: Heiko) die Querbalken und zur besseren Stabilität dann auch einen diagonale Balken. Wir haben alle drei schon lange keinen Winkel mehr berechnet… Zum Glück fand sich schnell ein Geometrierechner online, mit dem wir die Winkel anhand unserer Maße kalkulieren konnten (wer’s mal braucht: http://www.arndt-bruenner.de/mathe/scripts/rechteckrechner.htm). Dennoch ist es etwas “kreativ” geworden. Hauptsache: Hält. Ist halt Eigenbau.

So steht die Theke schon mal, ist aber von vorne nicht sehr schön anzusehen. Für die Verkleidung haben wir gehobelte Kanthölzer farblich eingebeizt und von hinten mit Winkeln befestigt. Dahinter noch LED-Streifen für die Beleuchtung, auch in bunt.

Moment: Noch nicht ganz fertig. Damit die Verkostungs- und Rezeptionstheke etwas resistenter gegen Wasser- und vor allem Weinflecken ist und auch wegen der satteren Optik, werden die Oberflächen aus Beton mit einer Versiegelung bearbeitet.

Und weil sich Licht immer ganz gut macht, haben wir in der Mitte der Länge nach eine Aussparung gelassen, die mit einer Glasplatte abschließt unter der sich eine Lichtleiste (LED) befindet. So ist der Plan. Denn die Glasplatten sind noch nicht angekommen. Den LED-Leuchtstreifen hat Heiko aber schon mal installiert. Damit die Theke (je nach Veranstaltung) auch mal im weingutstypischen Magenta erstahlen kann, haben wir RGB-Streifen ausgewählt.

Die Theke ist also größtenteils fertig. Aber damit ist die Vinothek oder, sagen wir mal etwas weniger großspurig, der Verkostungsbereich, noch nicht fertig. Der Eingangshalle haben wir einen Kronleuchter spendiert, der die Lichtleistung um einiges erhöht. Doch es entsteht noch ein weiteres Element, für das wir noch einmal Beton gießen müssen und dafür wärmere Temperaturen abwarten müssen. Was noch entsteht und wie das Endprodukt Vinothek in der Schlosseingangshalle dann aussehen wird werden wir hier noch berichten. Es bleibt spannend, denn spätestens zum Ostermarkt am 11. März soll alles fertig sein…

Vinothek im Eigenbau - Wein von 3 Franken

Vinothek Wein von 3 Franken

Vinothek Wein von 3 Franken

Vinothek Wein von 3 Franken

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