Handarbeit – Warum wir die Weinlese per Hand bewältigen

Sie ist nun schon eine Weile vorbei, die diesjährige Weinlese. Das bedeutet auch mal wieder Zeit zu haben die Gedanken schweifen zu lassen und zu reflektieren. Eine gedankliche Nachlese zur Weinlese zu fassen.

Wir lesen die Weintrauben für unsere Weine ja ausschließlich per Hand. Das hat nicht nur ökologische Gründe (weniger Maschinenarbeit und somit weniger Kraftstoffverbrauch und die Vermeidung von Bodenverdichtung), sondern auch wirtschaftliche Gründe. Und dann ist da natürlich noch die Sache mit der Weinqualität.

Bei der maschinellen Weinlese mit dem Traubenvollernter werden die Trauben vom Rebstock gerüttelt. Wer da nicht sorgfältig vorliest hat dann neben möglicherweise noch unreifen Trauben auch schnell die faulen Trauben im Erntewagen. Das war in diesem Jahr, in dem kühle und feuchte Wochen kurz vor einer sehr frühen Weinlese den Befall von Pilzen/Fäulnis begünstigten, besonders zu vermeiden. Bei der Lese mit der Hand konnten wir selektieren und bei jeder einzelnen Traube die Fäulnis heraus pulen und somit nur reifes und gesundes Traubenmaterial ernten. Zudem ist die Lese per Hand auch sehr viel schonender für die Rebanlagen; Bei der Maschinenernte fliegt auch schnell mal ein Stickel um (ganz zu schweigen von den vielen Blättern und Knörzen, die der Traubenvollernter mit abrüttelt).

Was aus den Trauben des Weinjahrgangs 2014 geworden ist könnt Ihr dann im Mai begutachten und probieren. Warum es noch so lange dauert? Weil Wein „Slow Food“ ist!

Hintergrundinformationen:

Bodenverdichtung (Wikipedia)

Traubenvollernter (Wikipedia)

Vollernterlese - So erkennt man einen maschinell gelesenen Weinberg nach der Lese: Die Rispen hängen noch an den Rebstöcken
So erkennt man einen maschinell gelesenen Weinberg nach der Lese: Die Rispen hängen noch an den Rebstöcken.
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Alexander von Halem

Eigentümer des Barockschlosses Zeilitzheim in Weinfranken. Blogger, Podcaster.
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