Arbeiten im Weinberg: Ausbrechen

Maikäfer im Weingarten

Während Verkauf und Versand unserer Weine des 2012er Jahrgangs nun bereits in vollem Schwung sind, gehen die Arbeiten im Weinberg für den kommenden Weinjahrgang munter weiter. Was steht gerade an? Das Ausbrechen in der zweiten Runde.

Was ist Ausbrechen? Und warum machen wir das?

Im Mai haben wir diejenigen jungen Triebe auf den im Winter niedergezogenen Ruten aus- bzw. abgebrochen, die wir nicht wachsen lassen wollten. So zart und jung lassen sie sich ganz einfach mit einem Finger abstreifen. Dabei achteten wir darauf im Sinne einer Ertragsregulierung und somit Qualitässteigerung nur eine für jede Rebsorte vorher von uns definierten Menge an Trieben wachsen zu lassen. Alles darüber hinaus brachen wir aus, um dem Rebstock zu ermöglichen nur die gewünschte Anzahl an Trieben mit Nährstoffen zu versorgen. Auch brechen wir Doppeltriebe, bei denen aus einem Auge zwei Triebe gewachsen sind, aus, um eine Verdichtung der Laubwand zu vermeiden (was die Pflanzen anfälliger für Pilzerkrankungen machen würde) und um den Fluss der Nährstoffe durch die Pflanze zu regulieren.

Jetzt gehen wir ein zweites mal raus und überprüfen das Wachstum der Reben. Hier und da haben sich nämlich wieder Doppeltriebe gebildet. Das Wachstum von Doppeltrieben ist von Rebsorte zu Rebsorte unterschiedlich stark ausgeprägt. Vor allem der Silvaner ist in dieser Beziehung besonders wachstumfreudig. In diesem zweiten Arbeitsschritt des Ausbrechens „putzen“ wir auch die Stämme und Köpfe der Rebstöcke. Triebe, die sich im Nachhinein an Stamm und Kopf gebildet haben werden dabei abgestreift.

Jetzt freuen sich die Rebstöcke über die Sonne. Und ich freue mich auf den Weinberg! Am Montag geht es wieder raus in die Natur.

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Alexander von Halem

Eigentümer des Barockschlosses Zeilitzheim in Weinfranken. Blogger, Podcaster.
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