Wein von 3

Geschichte

Da uns viele Leute fragen, wie es denn zu Wein von 3 kam, wer dahinter steckt und die Idee hatte, möchten wir mit unserer kleinen Geschichte versuchen zu erzählen, wie alles begann. Wir werden diese Seite über die Jahre fortführen, um eine Zusammenfassung über die jeweiligen Jahre zu geben. Über aktuelles Geschehen berichten wir 3 regelmäßig in unserem Blog unter http://weinvon3.de/weingutsblog/.

 

Mitte bis Ende 2009:

Christian beschloss sein Studium des Weinbaus in Geisenheim aufzunehmen. Auf der späten Suche nach einem geeigneten WG-Zimmer waren fast alle bezahlbaren Studentenwohnungen besetzt. So auch in der Beinstraße, 1 Minute Gehweg vom Campus entfernt. Doch 1 Zimmer war noch frei. Im zweiten Zimmer der 2er WG sollte ein gewisser Heiko wohnen. Der tauchte jedoch zu Semesterstart noch nicht auf. Da Heiko noch im elterlichen Betrieb helfen musste die Ernte einzufahren, lernten die beiden sich erst 3-4 Wochen nach Semesterbeginn kennen . Die erste Begegnung ist schon eine Geschichte für sich wert. Kurz zusammengefasst kam Christian eines Nachmittags von den Vorlesungen nach Hause und fand im zukünftigen Zimmer von Heiko nichts weiter als eine Matratze. Von Heiko keine Spur. Die ganze Nacht nicht. Erst am nächsten Morgen war ein seltsames, extrem verkatertes Geräusch aus dem Zimmer zu hören. Wie sich herausstellte, wollte Heiko sich am Vorabend nur schnell einen Schraubendreher bei einem seiner Kommilitonen ausleihen. Daraus wurde allerdings ein für Geisenheim typischer langer Abend.

2010:

Man war sich sympathisch und es entstand schnell eine sehr gute Freundschaft, die darin gipfelte, dass Christian Heikos Trauzeuge wurde. Geheiratet wurde „standesgemäß“ in einem der schönsten Weinorte Frankreichs: Châteauneuf-du-Pape. Ein Traum! Das Jahr ging allerdings viel zu schnell vorüber, Heiko machte seinen Masterabschluss in Weinwirtschaft und verließ die WG. Jedoch nicht ohne im Hinterkopf den Gedanken zu haben, ein eigenes Weingut zu gründen.

Während der Studienzeit wurde oft darüber gescherzt: Man könnte doch zusammen und was wäre wenn…

2011:

Ein Jahr verging bis die Scherze konkret wurden. Heiko rief Christian an und wollte Fakten haben auf die Art: “Du, wie schaut’s jetzt aus? Biste dabei?” Christian war von der Idee immernoch begeistert. Nur wie sollte man ein Weingut aus dem Nichts heraus starten? Man braucht einen Verkaufsort und etwas, das einen aus der Masse der Weingüter abhebt. Heikos Idee: „Du, ich kenn’ da einen im Nachbarort, der hat ein Schloss. Soll ich mal ‘nen Termin machen?“

Ende 2011 traf Heiko dann zum ersten mal auf Alexander, seines Zeichens Gästeführer Weinerlebnis Franken und Schlossherr von Schloss Zeilitzheim. Alexander der ein ganz Aufgeschlossener ist und gerne neue Sachen ausprobiert war der Idee gegenüber zuerst etwas skeptisch, aber dennoch interessiert. “Da kommen also 2 so junge Typen daher und wollen mit mir zusammen im Schloss ein Weingut gründen” müssen wohl seine ersten Gedanken gewesen sein.  Einige Wochen vergingen und man überlegte hin und her. Was die anderen beiden zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten: Alexander war tatsächlich gerade auf der Suche nach neuen Herausforderungen und machte sich, um Abstand vom Alltag zu gewinnen und ordentlich nachdenken zu können, auf den Weg zu einem “Praktikum” in eine Internetagentur nach Salzburg. Dann fand ein zweites Treffen statt, bei dem alle 3 zum ersten Mal zusammenkamen.  Man verstand sich gut und diskutierte über das Vorhaben.

Ganz zum Ende des Jahres wurden dann aber Nägel mit Köpfen gemacht. Ein neues Weingut soll entstehen. Man war sich einig!

2012:

Unter dem Decknamen “Weingut Barockschloss GbR” wurde das Unternehmen gegründet. Ab diesem Zeitpunkt musste alles schnell über die Bühne gehen, auch wenn Weinmachen ein eher langsames Geschäft ist. In Stammheim wurden die Rebflächen gepachtet und sogleich mit der Bewirtschaftung begonnen. Es fing mit dem Rebschnitt des Jahrgangs 2012 an. Teils eisige Tage im Januar und Februar, mit -14 °C brachten die 3 dazu die Arbeit niederzulegen und sich mit Dingen wie dem Zurückschneiden von Weinbergsgebüsch zu beschäftigen. In jedem Fall musste schon richtig losgelegt werden. Schließlich sollte schon aus dem Jahrgang 2012 der erste Wein gewonnen werden. Neben der Bewirtschaftung von anfänglich 1,2 ha Rebfläche auf denen Müller-Thurgau, Kerner, Dornfelder, Bacchus, Silvaner und Riesling wuchsen, standen extrem viele organisatorische Aufgaben ins Haus. Diese begannen mit: “Wo produzieren wir unseren Wein im Herbst?” über Fragen des Designs, der Flaschenformen und Etiketten sowie der Produktpalette an sich. Man entschied sich dafür, allen Genußmenschen ein kleines ausgewähltes Sortiment von 4 Weinpaaren anzubieten, die möglichst jeden denkbaren Anlass zum Weintrinken abdecken sollten.

Bei der Bewirtschaftung der Weinberge wählte man einen möglichst naturnahen und -gerechten Anbau, indem z.B. auf Unkrautvernichtungsmittel verzichtet wird und spezielle Pflanzenmischungen zur Begrünung verwendet werden, die zur Anziehung von Nützlingen sowie als natürlicher Dünger dienen. Dies jedoch ohne sich einem der „Öko-Verbände“ anzuschließen, um im Handeln völlig unabhängig zu bleiben.

Über das Jahr wurden also fleißig die Weinberge begrünt, Unkraut gehackt (bzw. unerwünschte “Begleitflora”), fehlende Reben in den Anlagen ersetzt und Drahtanlagen ausgebessert. Bis sich Christian dann pünktlich zur Ernte von seinen beiden Kollegen verabschiedete, um studiumsbedingt ein Praktikum in der Kellerei Kaltern in Italien zu absolvieren.

Alexander und Heiko brachten die Ernte aber sehr gut gemeinsam mit der Hilfe der Erntehelfer nach Hause. Die Traubenverarbeitung und Weinproduktion, für die sich die 3 in Stammheim eingemietet hatten, diskutierten Sie dann des öfteren online per Skype und Chat.

Nach einem spannenden Herbst konzentrierte man sich weiter auf Themen wie Vermarktung und Design.

2013:

Aus dem Arbeitstitel “Weingut Barockschloss” wurde “Wein von 3”. Gläser und Flaschen wurden bestellt und schließlich die ersten Weine im März abgefüllt. Das Design wurde immer mehr ausgefeilt und durch ihre freiberufliche Grafikerin schliesslich fertiggestellt. Im Mai war es dann soweit. Zuerst wurden bei der ersten Jahrgangspräsentation am 11. Mai einem kleinem Kreis der erste Jahrgang vorgestellt und mit diesem Tag auch der Verkauf gestartet. Am 26. Mai konnte dann beim ersten „Fest von 3“ jeder, der sich bei strömendem Regen getraut hat, im Gewölbekeller von Schloss Zeilitzheim die ersten Weine verkosten. Inzwischen sind auch die Arbeiten am neuen Jahrgang auf derzeit 2 ha schon wieder in vollem Gange sowie das Versenden von Bestellungen und die Planung neuer Sommerevents.

2014:

Der dritte Weinjahrgang wächst heran. Nach der zweiten Jahrgangspräsentation im Mai wurde das Weinfest im Schlosshof im Juni mit gutem Wetter belohnt. Im Herbst gibt es erstmals den Barriquerotwein Fuchs v.B. aus dem 2012er Jahrgang.

2015:

Als neuer Wein im Sortiment kommt im Frühjahr die Domina des 2013er Jahrgangs auf den Markt.

2016:

Wir bekommen unseren ersten „Stern“ im Eichelmann Weinführer. Auszeichnung im Rahmen des Weintourismuskonzepts „Wein.Schöner.Land!“ für hervorragende Leistungen für den Weintourismus in Franken im Bereich „Gästeführer Weinerlebnis Franken“. Das Weingut wird Fördermitglied des Kunstvereins Schweinfurt.

2017:

Der „Stern“ beim Eichelmann wird für 2017 bestätigt, doch wir beschließen ab 2018 dieses Vermarktungswerkzeug nicht mehr zu verwenden. Unsere Freunde sollen die Weine probieren und für sich selbst entscheiden, welche ihnen schmecken.

Die Rebfläche hat sich seit Beginn verdoppelt. Mit den Weinen kommen wir dennoch fast nicht hinterher. Wir arbeiten am Nachschub…